Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Eckhart Nickel

Was ich davon halte

Cover: Was ich davon halte

Quadriga Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3886793486
ISBN-13 9783886793488
Gebunden, 160 Seiten, 15,29 EUR

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Klappentext

Die Helden in Eckhart Nickels erzählerischem Debüt trotzen dem ästhetischen Verfall des modernen Lebens mit bedingungsloser Eleganz. Sie wenden sich dem Wetter zu, der Allgewalt der Natur in Form einer Sonnenfinsternis oder eines Monsumsturms. Ob es "Indische Nachtpostkarten" sind, eine verzweifelte Traum-Reise nach Malta oder einfach nur der Besuch in einem Prada-Laden in Berlin: Am Ende ist die einzige Rettung der Humor, der in der distanzierten Flaneuroptik aufleuchtet.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.03.2001

Nichts Halbes und nichts Ganzes, vielleicht "blasiert", "dekadent" bestimmt, "aber zum Flaneur fehlt dem Doktor der Philologie die Oberflächlichkeit", meint der Rezensent Thomas Kastura zu Eckhart Nickels Reiseerzählungen. "Knapp und präzise beobachtet" der Autor und erzählt in allen seinen Geschichten "mit Unschuldsmiene, zugleich mit Biss", dass "wer schon alles kennt oder so tut (oder so tun muss)... nichts mehr erleben" kann. Allerdings geht aus der Rezension leider nicht hervor, welche Bedeutung der Rezensent dieser nunmehr schon seit längerer Zeit in literarischen Kreisen gehuldigten Erkenntnis beimisst. So bleibt am Ende der Rezension die Frage, wer von den beiden - der Autor nach Meinung des Rezensenten oder der Rezensent - mehr um den heißen Brei herumredet.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.12.2000

Nach Volker Weidermann geht es in diesem Buch vor allem um das Ende, das bereits schon im Anfang angelegt ist. Männer und Frauen suchen Gründe zur Ablehnung, die stärker sind als die `Sehnsucht nach Nähe`. Man hat alles erlebt, jedes Land bereist, alles gelesen und spürt nur noch Leere, Langeweile und Abstumpfung. Nickels erscheint dieses Verhalten, wie der Leser erfährt, `möglicherweise längst genetisch`: Der "Zwang zum Abschiednehmen als genetischer Defekt", fasst Weidermann zusammen. Ihm gefallen diese Texte insbesondere deshalb, weil er sich bei Nickel an Peter Altenberg erinnert fühlt. "Ein würdiger Verwandter" dieses Dichters sei Nickel, ebenso wie dieser ein "Abschiedskünstler und großer Melancholiker". Nur eben zu einer späteren Jahrhundertwende als Altenberg.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren