Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Dorothy von Moltke

Ein Leben in Deutschland

Briefe aus Kreisau und Berlin 1907 - 1934

C. H. Beck Verlag, München 1999
ISBN-10 3406454755
ISBN-13 9783406454752
Gebunden, 302 Seiten, 9,90 EUR

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Klappentext

In welchem Umfeld ist Helmuth James von Moltke, eine der führenden Persönlichkeiten des deutschen Widerstands gegen Hitler, aufgewachsen? Die Briefe seiner Mutter Dorothy von Moltke, die sie an ihre Eltern in Südafrika schrieb, reflektieren neben der Familiengeschichte drei dramatische Epochen deutscher Geschichte: die politischen Ereignisse und Entwicklungen im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und in der Frühzeit des Dritten Reiches.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Ein Leben in Deutschland - Dorothy von Moltke bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.04.2000

Christoph Jahr empfiehlt die Briefe vor allem den Lesern, die wissen möchten, warum der Sohn der Autorin, Helmuth James Graf Moltke, zu den Gegnern Hitlers gehörte. Jahr beschreibt die Mutter als überzeugte Liberale, die "scharfsinnig und differenziert" die politische Situation in Deutschland beobachtet habe. Zwar hielt sie Hitler 1933 noch für `ganz aufrichtig`, doch schon ein Jahr später war sie von seiner Unaufrichtigkeit überzeugt. Für Jahr ist offensichtlich, dass die "weltoffene Erziehung" der Mutter und der humanistische Geist, der aus jeder Zeile ihrer Briefe spreche, den Sohn gegen die Verführungen der Nationalsozialisten immunisiert habe.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.12.1999

Für Volker Ullrich ist "dieses bewegende Buch" ein wichtiges Zeitzeugnis, das den Weg Helmuth James von Moltkes in den Widerstand dokumentiert und vor allem auch einen Eindruck von dem "Milieu" vermittelt, das Moltke geprägt hat. Seine Mutter, Dorothy von Moltke, erweist sich in Ullrichs Augen als eine liberale, politisch sehr interessierte und kritische Frau, die als gebürtige Südafrikanerin den nationalistischen und nationalsozialistischen Tendenzen in Deutschland frühzeitig (fast immer) sehr distanziert gegenüber stand. Ihre wöchentlichen Briefe nach Pretoria sind - wie der Rezensent findet - gerade durch ihre "unverstellten Beobachtungen" eine wichtige historische Quelle. Großes Lob sendet Ullrich an die Adresse der Herausgeberin und Übersetzerin Beate Ruhm von Oppen, die hier eine Auswahl der Briefe zusammen gestellt hat. Allerdings gibt der Rezensent zu bedenken, dass manche Ereignisse heute nicht mehr jedem Leser geläufig sind, und daher eine ausführlichere Kommentierung bisweilen von Nutzen gewesen wäre.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren