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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Russischen von Birgit Veit. Verkommene Provinznester, zerbröckelnde Häuser, urwüchsige, gewalttätige Menschen zwischen Selbsthass und Aufbegehren ? Dmitri Bakins Erzählungen sind wie Botschaften aus einer surrealen Welt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2000
Von Autor Dmitri Bakin berichtet uns Rezensentin Ingeborg Harms, er sei ein Moskauer Taxifahrer, der unter Pseudonym schreibe. Für seine "pessimistische Prosa" habe er den "Anti-Booker-Preis" erhalten. Fast kommentarlos entfaltet sie vor uns Bakins "humorloses Bild der russischen Tristesse", überfliegt erst die Sujets der Erzählungen und streift dann deren Handlung. Man sieht die trostlosen Vorstädte und ihre Bewohner beinahe vor sich. Fühlt die Kälte unter ihnen, die Verlassenheit und versteht, dass es die Rezensentin nicht wichtig fand, uns eine kritische Einschätzung von Bakins Erzählungen zu geben, für die sie einmal beiläufig den Begriff "Scherenschnitt" verwendet.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.04.2000
Kolja Mensing vertritt die Behauptung, dass Putin dieses Buch wohl nicht gefallen würde; hier werde sein Traum von einem Russland, das an seine eigenen Kräfte glaubt und auf "direkte Tuchfühlung" mit den Problemen geht, zum Albtraum. Die Figuren von Bakins Erzählugen seien allesamt Versehrte, Übriggebliebene der historischen Explosionen, die Russland im 20. Jahrhundert gezeichnet haben. Anders als andere Schriftsteller seiner Generationsetze Bakin dabei nicht auf postmodernen Sarkasmus und schaffe eher eine Atmospähre eines "bedrückenden, provinziellen Stillstands." Schön findet Mensing dieses Buch, aber auch traurig.
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