Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Dittmar Dahlmann, Gerhard Hirschfeld (Hrsg.)
Lager, Zwangsarbeit, Vertreibung und Deportation
Dimensionen der Massenverbrechen in der Sowjetunion und in Deutschland 1933 bis 1945
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2000
Gerd Koenen weist zunächst darauf hin, dass dieser Band auf den Beiträgen einer internationalen Tagung beruht, die vor fünf Jahren abgehalten wurde, und betont dann, dass es hier nicht darum gehe, Opferzahlen der beiden Totalitarismen gegeneinander aufzurechnen, sondern die Systeme aus ihrer "inneren Logik" zu verstehen. Dem Rezensenten wird dabei aus Beiträgen von Thomas Sandkühler und Peter Klein deutlich, dass die Forschungslage über den Nationalsozialismus inzwischen wesentlich klarer sei und dass sich seine Verbrechen "einem historisch nachvollziehenden Verstehen allmählich erschließen". Ganz anders nach Koenen die Lage beim Stalinismus, wo sowohl betreffs der Opferzahlen als auch der historischen Deutung seiner Verbrechen noch extreme Unterschiede zwischen den Forscherstandpunkten festzustellen seien. Dabei mag Koenen weder Ian Kerhaws Ansatz folgen, der Stalins Industrialisierungspolitik einen rationalen Kern zugestehen will, noch Totalitarismusforschern, die Analysemodelle, welche am Nationalsozialismus entwickelt wurden, einfach auf den Stalinismus übertragen wollen.
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