Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Dietrich Jörn Weder

Noahs Arche heute - Öko-Realismus

Expo 2000: Visionen für das 21. Jahrhundert. Band 7, Vision: Informiert essen

Cover: Noahs Arche heute - Öko-Realismus

Kreuz Verlag, Stuttgart 2000
ISBN-10 3783118042
ISBN-13 9783783118049
Taschenbuch, 280 Seiten, 18,41 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Erfreulicherweise gibt es Zeichen der Hoffnung für ein Wiederaufblühen der Natur, die niemand übersehen kann. Doch es gibt auch weiterhin und unverkennbar Erscheinungen eines starken Niedergangs der Umwelt überall auf dem Planeten. Was da gefragt ist? Öko-Realismus! In Form einer "Weltbegehung", die von den Polen über den äquatorialen Grüngürtel bis in die Niederungen der deutschen Politik reicht, stellt der Autor, Nationalökonom und Soziologe, die hellen und dunklen Punkte der heutigen Umweltsituation einander gegenüber. Die nüchterne Betrachtung der Fakten täuscht dabei nicht über die leidenschaftliche Parteinahme für die Umwelt hinweg. Das vorliegende Buch fordert zur Tat auf, nicht zur Trauer: "Wer die Fahne der Hoffnung für die Umwelt sinken lässt, springt ins Wasser, bevor das Schiff verloren ist!"

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.10.2000

Der langjährige Leiter der Redaktion Umwelt im Hessischen Rundfunk hat hier eine Art Vermächtnis vorgelegt, schreibt Udo Simonis. Zwar geht das Artensterben weiter, und Weder ist wenig duldsam damit, aber er entwirft dennoch keine Horrorszenarien sondern weist hin auf Tatsachen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf. Klimaschutz steht bei ihm zwar, obwohl ihm politisch erste Priorität eingeräumt wird, erst am Schluss des Buches; dafür jedoch, so Simonis, ist an ihm exemplifiziert, dass Ernährung, Gesundheit, Armut, Menschenrechte etc. allesamt von ihm abhängige Größen sind. Weder Schwarzmalerei noch leichtfertiger Optimismus, urteilt Simonis, wird hier geboten, vielmehr "lesenswert" und "engagiert" argumentiert.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.08.2000

Mit einem quälenden Bild, das der Autor, Umweltredakteur im Hessischen Rundfunk, in seinem Buch präsentiert und "eindrucksvoll" begründet, beginnt Christian Schütze seine Besprechung: `Der Mensch zieht der Erde die angestammte Haut ab.` Dies sei, trotz aller Entwarnung in Sachen Umwelt, immer noch der Fall. Die Tatsachen - ob das Verschwinden von Pflanzen- und Tierarten oder die Zerstörung der Ozonhülle - würden jedoch durch "Öko-Opportunisten" in Politik, Wissenschaft und Medien nicht mehr so dramatisch ins Bewusstsein gerufen, wie der Autor mehrfach wütend kommentiere. Christian Schütz lobt seine dennoch detail- und kenntnisreiche "Bestandsaufnahme" der Umweltdynamik, die sich dem Autor zufolge derzeit zwischen `Vernichtung und Verfall auf der einen Seite, Neuschöpfung und Hoffnung auf der anderen` abspielt. "Wer sich unter `ökologischem Denken` nichts vorstellen kann, findet es in diesem Buch auf exemplarische Weise verwirklicht: vielschichtig, anschaulich, faszinierend in der Fülle der Beispiele und Einsichten", resümiert der Rezensent.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren