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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Diego de Silva

Gewisse Kinder

Roman

Cover: Gewisse Kinder

Berlin Verlag, Berlin 2003
ISBN-10 3827004713
ISBN-13 9783827004710
Gebunden, 185 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Italienischen von Peter Klöss. Rosario, elf Jahre alt, wohnt in einer Stadt im Süden Italiens. Für Damiano, einem Mitglied der Camorra, hat er gerade seinen ersten Auftragsmord begangen. Rosario ist stolz darauf, dass sein heimliches Vorbild Santino ihn um Hilfe gebeten hat. Für ihn leistet er regelmäßig kleine Dienste als Freiwilliger in einem sozialen Zentrum. Ein Roman über die Zufälligkeit von Gut und Böse.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2003

Einen "neuen Neorealismus" erblickt Rezensentin Alexandra Kedves in Diego De Silvas zweiten Roman "Gewisse Kinder". Die Geschichte des elfjährige Rosario, der zum Mörder wird, kommt ohne große Erklärungen und ohne Sozialkritik aus, berichtet Kedves. Anders als Autoren wie Irvine Welsh, Anthony Burgess oder Pier Paolo Pasolini bemühe sich De Silva nicht, den "Sound der Gassen" einzufangen, sondern übe sich - auch stilistisch - in Zurückhaltung. Dadurch gerät die Zeichnung seiner Figuren nach Ansicht von Kedves zwar "weniger körperlich", dafür aber in der "nackten Beobachtung" um so "schmerzlicher". Allerdings moniert die Rezensentin, dass sich De Silva bisweilen in "nichtssagenden Psychologismen" und in "bourgeoisen Bildern" verirre. Hier wäre ein strengeres Lektorat durchaus von Vorteil gewesen.

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