Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Detlef Junker

Power and Mission

Was Amerika antreibt

Cover: Power and Mission

Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2003
ISBN-10 3451282518
ISBN-13 9783451282515
Gebunden, 192 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Diese Nation hat keine Ideologie, sie ist eine, sagt der Amerikakenner Detlef Junker. Macht und Mission - das ist der Stoff, der Amerika zusammenhält. Junker zeigt: Missionarisches Sendungsbewusstsein, strategische Macht und wirtschaftliche Interessen gehörten für Amerika immer zusammen. Bush versteht sich als Gotteskrieger im Namen der Freiheit und steht damit in einer langen Tradition. Schon die ersten Siedler waren der Überzeugung, mit Gott einen neuen Bund eingegangen zu sein: Diese Zivilreligion ist zentral für die amerikanische Mentalität...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.10.2003

Gleich "sieben gute Gründe", die für Detlef Junkers Buch über die Antriebskräfte der amerikanischen Außenpolitik sprechen, kann Rezensent Peter Bender aufzählen: 1.) Es erklärt Amerikas Verhältnis zur übrigen Welt, von seinen Anfängen bis heute. 2.) Das Buch ist kurz. 3.) Junker beschränkt sich auf das Wesentliche: der Rezensent lobt ihn als "Meister in der hohen Kunst des Weglassens". 4.) Junkers Diagnose der US-Außenpolitik unterscheidet sich nach Ansicht Benders "wohltuend" von der Verständnislosigkeit vieler europäischer Beobachter. Inwiefern? "Weil er die Ideologie Amerikas, seine Zivilreligion, ernst nimmt, nicht ihren Inhalt, wohl ihre Antriebskräfte". 5.) Dem Autor liegt Lobhudelei ebenso fern wie modische Polemik. 6.) Die Person und Laufbahn des Autors bürgen für "Qualität und Solidität". 7.) Sein Buch ist frei von "akademischen Jargon" und "gut lesbar" geschrieben, erklärt der Rezensent am Ende beglückt.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.09.2003

Egon Bahr sieht durchaus die Schwierigkeit, auf relativ beschränktem Raum einen Überblick über die Außenpolitik der USA seit dem Unabhängigkeitskrieg zu geben. Dem Autor ist dies jedoch glänzend gelungen, lobt er. Bahr schließt sich den Lobpreisungen des Verlages, der das Buch als "brillant geschrieben" rühmt, rückhaltlos an und lobt die "unprofessorale" Darstellung Junkers. Er sieht die Schlussfolgerungen des Autors "präzise" dargestellt und preist das Buch dafür, "Aufklärungen im besten Sinne" zu bieten. Besonders gut gefällt Bahr, dass der Autor sich jeglicher Polemiken und Wertungen enthält und stattdessen seinen Gegenstand mit "wohltuender Sachlichkeit" darstellt. Lediglich der Behauptung Junkers, das Streben der USA nach "konkurrenzloser Supermacht" müsse nach aller bisherigen Erfahrung als uneinholbare "revolutionäre Utopie" angesehen werden, findet Bahr etwas "voreilig". Denn wie sich die globale Situation unter einer "Hypermacht" entwickelt, ist durchaus noch nicht abzusehen, so der Rezensent kritisch. Insgesamt aber findet er, dass dem Autor mit dieser Darstellung ein "Meisterstück" gelungen ist, dass insbesondere denen zu "empfehlen" ist, die sich über die USA "aufregen".

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2003

Eindrucksvoll hat in diesem Buch nach Ansicht von Rezensent Rainer Blasius der ehemalige Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Washington den Bogen vom ersten amerikanischen Präsidenten George Washington bis zu George W. Bush geschlagen, um dem "Geheimnis der Kraft des amerikanischen Sendungsbewusstseins" auf die Spur zu kommen. Sogar den Entschluss zum Irak-Krieg sah er in seine historische Dimension gerückt. Kurz werden die zentralen Argumente zusammengefasst (und in den unterschiedlichsten Epochen durchgespielt), die sich auf die Grundthese stützen, dass die puritanischen Einwanderer einst in Amerika "ein neues Jerusalem" gründen und durch ihr eigenes Verhalten der Welt zum Vorbild werden wollten.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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