Bücherschau der Woche
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Detlef Junker
Die USA und Deutschland im Zeitalter des Kalten Krieges 1945-1990
Ein Handbuch (2 Bände).
Klappentext
Das Buch ist das bislang umfangreichste und aufwendigste bilaterale Kooperationsprojekt in der Geschichtswissenschaft. 132 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in insgesamt 146 Beiträge arbeiten das Wirkungsverhältnis zwischen Deutschland und den USA auf. Ein Handbuch zum Nachschlagen und zur Orientierung: klar strukturiert, mit Einführungsessays für den Überblick und fundierten Analysen für den Tiefgang. Mit Fakten über "Reeducation", die Teilung Deutschlands, atomare Abschreckung, kulturelle Amerikanisierung, Austauschprogramme, Nachrüstung, Spionage, etc.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.11.2001
Mehrere Jahre hätten der Heidelberger Historiker und USA-Experten Detlef Junker und seine Mitarbeiter an ihrem zweibändigen Handbuch zur Entwicklung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses von 1945 bis 1990 gearbeitet. Nun bezeichnet die Rezensentin Annette Weinke das 146 Beiträge von insgesamt 132 Experten und Nachwuchswissenschaftlern umfassende Werk als "Meilenstein für die Forschung" und als "Standardwerk". Und das nicht nur wegen der Berücksichtigung neuerer Forschungstendenzen aus der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, der Neuen Kulturgeschichte und der Historischen Anthropologie, sondern auch wegen seiner Themenfülle. So behandle Junker etwa ausführlich das widersprüchliche Deutschlandbild in Amerika, das zwischen Angst (Holocaust) und Bewunderung (Wiederaufbau) schwanke. Nicht nur der Inhalt, auch die benutzerfreundliche Form wird von der Rezensentin gelobt: Fünf thematische Blöcke mit Zusammenfassungen und Kurzfassungen von Kontroversen erleichterten den Zugang.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.07.2001
Außergewöhnliche Sachverhalte verlangen außergewöhnliche Darstellungen, behauptet Bernd Greiner und lobt dieses opus magnum mit seinen 146 (!) Beiträgen über den Klee. Das Werk erfülle alle Ansprüche eines historischen Handbuchs und biete zudem Texte, die sehr viel ausführlicher seien als üblich. Fülle, ja, aber auch Forschungsbezug stellt Greiner fest und einen Blick der Herausgeber und Autoren über den Tellerrand der historischen Zunft hinaus. "Kommentierte Bibliographien" und ein "ausführliches Sach- und Personenregister" runden das Ganze ab, so dass sich ein, wie Greiner schreibt, dem Thema angemessener "amerikanischer" Hang zur Offenheit in der Anlage der Bände mit "deutscher Gründlichkeit" glücklich verbindet.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2001
Ein Handbuch, das nicht leicht zur Hand zu nehmen sein mag: von fast 2000 Seiten berichtet Gregor Schöllgen, auf denen sich 132 Autoren in 146 Einzelbeiträgen verbreitet haben. Monografietauglich seien diese nicht, stellt Schöllgen zugleich fest. Die Qualität dieses übergroßen Handbuchs liegt für ihn in zwei Kapiteln über die jeweiligen Kulturen und Gesellschaften, was in diesem Umfang Schöllgen zufolge noch nie so ausführlich und komplex betrieben wurde. Da gehe es um die "Amerikanisierung von oben" und "von unten"; aber auch das sei, ähnlich wie im außen- und sicherheitspolitischen Bereich, eine - diesmal kulturelle - Einbahnstraße gewesen. Der Anspruch des Herausgebers, die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Völkern zu untersuchen, lasse sich von daher kaum einlösen. Was nicht gegen das Buch spricht, denn streiten, so Schöllgen, lasse sich über viele Beiträge vortrefflich.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.06.2001
Nach Manfred Berg wird diese Edition "zweifellos zum Standardwerk avancieren". Das liegt seiner Ansicht nach vor allem daran, dass durch die Themenvielfalt und Interdisziplinarität "kaum Lücken offen" gelassen werden. Zum anderen hat ihn offenbar auch die Qualität der Beiträge überzeugt. So lobt der Rezensent beispielsweise, dass die deutsch-amerikanischen Beziehungen hier auch kritisch beleuchtet und nicht als reine Erfolgsgeschichte präsentiert werden. Aber auch die Tatsache, dass populäre Klischees unter die Lupe genommen werden, gehört für ihn zu den Stärken der Bände, etwa wenn es sich um die angeblich so "unreflektierte Übernahme amerikanischer Massen- und Populärkultur" handelt. Berg lobt viele Beiträge als angenehm differenziert. Besonders begrüßt er, dass auch heikle Themen behandelt werden, wie etwa die weitgehende Tolerierung der Amerikaner was die deutsche Verdrängung der Nazi-Vergangenheit betrifft.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.05.2001
Alexander Gallus zeigt sich in seiner Kurzkritik völlig begeistert von diesem zweibändigen Handbuch über die Geschichte des Kalten Krieges, die bis zum Jahr 1990 reicht. Er lobt das Gemeinschaftswerk von amerikanischen sowie deutschen Wissenschaftlern für seine "klare Gliederung", seinen übersichtlichen Aufbau und die "soliden" Informationen. Wobei ihn besonders freut, dass auch "originelle Themen" und strittige Positionen behandelt werden. Er rühmt die differenzierte Darstellungsweise, die sich vor "Schwarzweißbildern" hütet und weist darauf hin, dass in den zwei Bänden viel "lange unzugängliches" Archivmaterial verarbeitet ist.
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