Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Derrick Jensen

Das Öko-Manifest

Wie nur 50 Menschen das System zu Fall bringen und unsere Welt retten können

Cover: Das Öko-Manifest

Pendo Verlag, München 2009
ISBN-10 3866122152
ISBN-13 9783866122154
Gebunden, 511 Seiten, 24,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Thomas Pfeiffer und Marion Schweizer. Unsere Zivilisation zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Umwelt durch kapitalistische Gier systematisch zugrunde richtet. Konsequent führt Derrick Jensen uns vor Augen, wie die Demontage dieser Zivilisation in die Praxis umzusetzen ist - und kommt zu dem verblüffenden Ergebnis, dass es des Zusammenschlusses nur weniger Menschen bedarf, um sie zu Fall zu bringen. Radikal und doch gewaltlos. Durch die kluge Zerstörung zentraler Informationsspeicher statt blutiger Barrikadenkämpfe. Denn angesichts des auf dem Spiel stehenden Einsatzes, so Jensen, reichen die politischen Schönheitspflästerchen der letzten Jahre nicht mehr aus.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2009

In Zeiten der ökonomischen Krise und Verunsicherung dürfte der zweibändige Aufruf zur Zerstörung der Zivilisation von Derrick Jensen auf größeres Wohlwollen stoßen als sonst, vermutet Petra Steinberger. Der amerikanische Schriftsteller, Umweltaktivist und "Anarcho-Primitivist" lege darin weniger in einer stringenten Argumentation als in einem "stream of consciousness", der sich aus Gelesenem, Erlebtem und Zusammengereimten zusammensetzt, seine radikale Ablehnung der Zivilisation als im Kern gewalttätig und zerstörerisch dar, erklärt die Rezensentin, und rufe zur Rückkehr in die unzivilisierte Wildnis auf. Vergleiche wie die Zivilisation als "permanenten Holocaust" findet Steinberger ziemlich unmöglich und insgesamt scheinen ihr die Ausführungen Jensens "wahnhaft". Aber diese Bände wollen ohnehin weder Anleitung noch Erklärung liefern, sondern richten sich an bereits Bekehrte, meint die Rezensentin, die in Jensens Sehnsucht nach der Wildnis die Utopie der amerikanischen Romantik wieder erkennt, wie sie Henry Thoreau in seinem Buch "Walden" beschworen hat.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren