Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

David S. Bennahum

Extra Life

Bekenntnisse eines Computerfreaks

Cover: Extra Life

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 1999
ISBN-10 3421053111
ISBN-13 9783421053114
broschiert, 300 Seiten, 17,38 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Susanne Aeckerle. Extra Life spielt in den Jugendzimmern, Computerräumen und Spielotheken der 80er, als die ersten Computerkids zu den Pionieren unserer heutigen digitalen Kultur wurden. Die Halbwüchsigen von "damals" kannten weder Gameboy noch Multimedia-Spiele; sie besaßen Computer, deren Rechenleistung lächerlich gering war, und strickten sich ihre Programme selbst. Das Ziel der Computerspiele bestand zumeist darin, möglichst viele Punkte zu sammeln, um ein weiteres Leben (extra life) zu bekommen und das Spiel dementsprechend länger fortsetzen zu können. David S. Bennahum, Jg. 1968, redaktioneller Mitarbeiter von Wired, Spin und I.D., erzählt davon, wie der Computer ihm und seinen Freunden eine eigene Welt verschaffte, zu der Erwachsene keinen Zugang hatten. Wir folgen dem Autor von seiner Faszination am Videospiel "Pong" im zarten Alter von fünf Jahren über eine Karriere als Programmierer mit dem begehrten Titel eines "Super Users" während des Studiums bis hin zu der Entscheidung, statt angestellter "Microserf" im Imperium von Bill Gates freier Autor für Computerthemen zu werden. Extra Life ist ein temporeich geschriebenes Real-Life-Buch über die bislang unentdeckte Welt eines vertrauten Umgangs mit dem Computer von Kindesbeinen an.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.07.2000

Dieses Buch "beschreibt die erste Generation von Kids, die mit Computern aufwuchs, die erste Generation, die Computer als Vehikel für Gesellschaftskritik benutzte": auf diesen Nenner bringt Thomas Eckardt die vorliegenden "Bekenntnisse eines Computerfreaks". Interessant war für diese Generation, dass sie tatsächlich ihre Eltern in sehr jungen Jahren "überflügeln" und in jugendlichem Elan die egalitäre "Dezentralisierung der Macht" technologisch für machbar halten konnte. Der "Computer als Partner" ist jedoch spätestens Ende der Achtziger entmachtet worden, er ist dem Moloch Privateigentum, das "Konsum, Geld, Gleichförmigkeit" bedeutet, unterworfen worden. Selbst das Internet macht dem Freak, so Eckardt, keinen Spaß mehr, aber seinen Traum will er dennoch nicht aufgeben und keinesfalls "erwachsen werden". Lieber Freak als Angestellter bei Microsoft, ist seine Devise. Mit einem jovialen: "Drücken wir ihm die Daumen" schließt Eckardt seine Besprechung.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren