Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Susanne Aeckerle. Extra Life spielt in den Jugendzimmern, Computerräumen und Spielotheken der 80er, als die ersten Computerkids zu den Pionieren unserer heutigen digitalen Kultur wurden. Die Halbwüchsigen von "damals" kannten weder Gameboy noch Multimedia-Spiele; sie besaßen Computer, deren Rechenleistung lächerlich gering war, und strickten sich ihre Programme selbst. Das Ziel der Computerspiele bestand zumeist darin, möglichst viele Punkte zu sammeln, um ein weiteres Leben (extra life) zu bekommen und das Spiel dementsprechend länger fortsetzen zu können. David S. Bennahum, Jg. 1968, redaktioneller Mitarbeiter von Wired, Spin und I.D., erzählt davon, wie der Computer ihm und seinen Freunden eine eigene Welt verschaffte, zu der Erwachsene keinen Zugang hatten. Wir folgen dem Autor von seiner Faszination am Videospiel "Pong" im zarten Alter von fünf Jahren über eine Karriere als Programmierer mit dem begehrten Titel eines "Super Users" während des Studiums bis hin zu der Entscheidung, statt angestellter "Microserf" im Imperium von Bill Gates freier Autor für Computerthemen zu werden. Extra Life ist ein temporeich geschriebenes Real-Life-Buch über die bislang unentdeckte Welt eines vertrauten Umgangs mit dem Computer von Kindesbeinen an.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.07.2000
Dieses Buch "beschreibt die erste Generation von Kids, die mit Computern aufwuchs, die erste Generation, die Computer als Vehikel für Gesellschaftskritik benutzte": auf diesen Nenner bringt Thomas Eckardt die vorliegenden "Bekenntnisse eines Computerfreaks". Interessant war für diese Generation, dass sie tatsächlich ihre Eltern in sehr jungen Jahren "überflügeln" und in jugendlichem Elan die egalitäre "Dezentralisierung der Macht" technologisch für machbar halten konnte. Der "Computer als Partner" ist jedoch spätestens Ende der Achtziger entmachtet worden, er ist dem Moloch Privateigentum, das "Konsum, Geld, Gleichförmigkeit" bedeutet, unterworfen worden. Selbst das Internet macht dem Freak, so Eckardt, keinen Spaß mehr, aber seinen Traum will er dennoch nicht aufgeben und keinesfalls "erwachsen werden". Lieber Freak als Angestellter bei Microsoft, ist seine Devise. Mit einem jovialen: "Drücken wir ihm die Daumen" schließt Eckardt seine Besprechung.
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