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Klappentext
Aus dem amerikanischen Englisch von Silvia Morawetz. Eine Familie zwischen altem und neuem Leben der gefeierte Debütroman von David Bezmozgis. Sommer 1978: Wie für viele andere Juden, die aus der Sowjetunion fliehen, wird Rom für die Großfamilie Krasnansky zum Wartesaal, ein Vorzimmer zur freien Welt. Sechs Monate verbringen sie im Schwebezustand zwischen altem und neuem Leben, sechs Monate, in denen die Vergangenheit lange Schatten wirft und die Zukunft noch nicht begonnen hat. Ein Roman, der die ideologischen Kämpfe und weltpolitischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts im Spiegel dieser anrührenden Familie zeigt. Die Familie Krasnansky, das sind drei Generationen lettischer Juden aus Riga.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Davis Bezmozgis: Die freie Welt - Leseprobe beim Verlag Kiepenheuer und Witsch
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.11.2012
Als "pointierten Erzähler" würdigt Rezensentin Judith Leister David Bezmozgis, der in seinem Debütroman die Umstände der von allerlei Abwägungen bestimmten Migration einer jüdischen Familie aus Lettland auf sehr unterhaltsame und eingängige Weise schildere, auch wenn die Familie selbst dabei immer wieder vor allem wartet. Ausführlich schildert die Rezensentin der Verzwicktheiten, mit denen sich die zwar emigrations-, aber wenig entscheidungsfreudigen Letten herumschlagen müssen, und schätzt daran nicht nur die "Gegenwart" des Geschehens, sondern auch die humorvollen Dialoge und nicht zuletzt die Melancholie, wenn die Figuren in Erinnerungen schwelgen. Dass es Bezmozgis gelingt, dem amüsanten Geschehen dann doch noch ein Drama unterzuheben, weiß Leister ebenfalls zu schätzen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2012
David Bezmozgis' Roman über eine russische Familie auf dem Weg ins kanadische Exil hat Rezensentin Nicole Henneberg sehr beeindruckt. Das Buch erzählt für sie vom Schicksal der achtköpfigen jüdische Familie Kransnansky, die 1978 eine Ausreisegenehmigung erhält und in Rom von Juli bis November warten muss, bis sie nach Kanada aufbrechen kann. Wie der Autor die Entwurzelung, die Unsicherheit und Angst, die Schuldgefühle und die Wut, die Probleme und aufbrechenden Konflikte der Familienmitglieder im Provisorium der russischen Community Roms beschreibt, findet sie grandios. Sie attestiert Bezmozgis dabei viel Lebensklugheit und feine, liebevolle Ironie. Dabei gelingt dem Autor in ihren Augen nicht nur das eindrucksvolle Bild einer jüdischen Familie, sondern auch - wie nebenbei - ein komplexes Porträt der sowjetischen Gesellschaft.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.04.2012
Sehr gern gelesen hat Cornelia Fiedler diesen Roman, in dem David Bezmogis von einer Familie jüdischer Emigranten aus der Sowjetunion erzählt, die in Rom auf ihren Transit nach Kanada warten. Eine richtige Handlung scheint es dabei nicht zu geben, wenn wir die Rezensentin richtig verstehen, vielmehr erzählt Bezmogis aus unterschiedlichen Perspektiven von den Erfahrungen einzelner Figuren. Vom Durchreisen und Ankommen, vom provisorischen Vorliebnehmen oder von der Unfähigkeit anzukommen. Während sich die einen in Minutenschnelle für ein Auswanderungsland entscheiden mussten, führt der Weltkriegsveteran innerlich noch immer seinen Kampf gegen Deutschland. Absurde Komik kann die Rezensentin dem Roman attestieren, aber auch einen ruhigen, intensiven Erzählton.
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David Bezmozgis
David Bezmozgis, 1973 in Riga im damals sowjetischen Lettland geboren, Bezmozgis emigrierte 1980 mit seiner Familie nach Toronto, Kanada. Der New Yorker setzte Bezmozgis 2010 auf die Liste der vielversprechendsten ... mehr lesen














