Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Ursula-Maria Mössner. Leningrad im Januar 1942: Weil er während der nächtlichen Ausgangssperre die Leiche eines deutschen Soldaten nach Essbarem durchsucht hat, wird der 17-jährige Lew sofort verhaftet - auf Plündern steht die Todesstrafe. Nach endlosen Stunden in einer kargen Gefängniszelle wird er allerdings nicht aufs Schafott, sondern zusammen mit seinem Mithäftling Kolja vor den Geheimdienstchef der Stadt geführt. Der stellt die beiden vor eine schier unlösbare Aufgabe - im Tausch gegen ihr Leben sollen sie innerhalb von sechs Tagen im ausgehungerten Leningrad zwölf Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter auftreiben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der den schüchternen, introvertierten Lew schicksalhaft an Kolja schweißt - einen Frauenhelden und notorischen Lügner, der ihm ständig schmerzhaft bewusst macht, dass er selbst so gar nicht zum Abenteurer taugt...
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
David Benioff: Stadt der Diebe - Informationen und Leseprobe beim Blessing Verlag
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.02.2009
Höchst angetan äußert sich Rezensentin Wiebke Porombka über den neuen Roman von David Benioff, der aus ihrer Sicht nämlich handwerklich und dramaturgisch "derart gut gemacht" ist, dass man sich seiner Wirkung kaum entziehen könne. Der Roman spiele im von den Deutschen belagerten und ausgehungerten Leningrad des Jahres 1942 und habe eine klassische Grundkonstellation: zwei Superhelden vollbringen gegen die Besatzer das Unvorstellbare, wobei es sich hier um einen "sprilligen" Teenager und einen frauenaufreißenden, angesichts der Lage "absurd gut gelaunten" Romanautor handele. Beide träfen sich in der Todeszelle, lesen wir. Natürlich darf die Rezensentin nichts Genaues verraten. Trotzdem deutet sie einigen Aberwitz und Hochspannung beim Zustandekommen des Happy-Ends an. Der Roman beeindruckte sie aber auch durch präzise Recherche, weshalb das "immens fesselnde" Buch auch ein höchst ernstzunehmender Roman über Brutalität und Irrsinn des Zweiten Weltkrieges sei.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.01.2009
Dass sich der Hollywoodautor David Benioff ins eisige Leningrad des Jahres 1942 begibt, um einen 17-jährigen Lausbuben auf Eiersuche zu schicken, scheint Martin Wittmann sympathisch zu sein. Bei aller Vorhersehbarkeit der von Benioff ersonnenen Abenteuergeschichte und trotz der eher flachen Charaktere fühlt sich Wittmann gut und spannend unterhalten. Das liegt wesentlich daran, dass der Autor lieber kein traumatisches Kriegshistorientheater entwirft. Offensichtlich gelingt Benioff eine Balance zwischen allzu seichtem Umgang mit dem "Horror der Kulisse" einerseits und der "Komödie der Pubertät", durch die er seine Figuren stolpern lässt, andererseits, die den Rezensenten bei Laune hält.
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