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Klappentext
Nach dem Kinderbuch "Wo die wilden Kerle wohnen" von Maurice Sendak und dem Drehbuch "Wo die wilden Kerle wohnen" von Dave Eggers und Spike Jonze. Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Dave Eggers baut Maurice Sendaks nur 333 Worte umfassende Bildergeschichte "Wo die wilden Kerle wohnen" aus zu einem Roman über den achtjährigen Max, Sohn getrennter Eltern, frech, wild und absolut liebenswert. 2003 fragte der Regisseur Spike Jonze ("Being John Malkovich") Dave Eggers, ob er nicht mitarbeiten wolle an dem Drehbuch für die Verfilmung von Maurice Sendaks Klassiker aus dem Jahre 1963. Dave Eggers sagte zu. Und auch als Maurice Sendak Dave Eggers fragte, ob er die Geschichte von Max nicht in einem Roman erzählen wolle, sagte er ja, er wolle es probieren.
Herausgekommen ist "Bei den wilden Kerlen", eine herzergreifende Geschichte über den jungen Max, der sich und die Welt nicht mehr versteht. Seine Eltern sind getrennt, seine Mutter ist fast nur mit ihrem neuen Freund und ihrer Arbeit beschäftigt, seine Schwester Claire pubertiert heftig und hat überhaupt kein Interesse mehr an ihrem kleinen Bruder. Nach einem Streit verlässt Max das Haus, rennt in den Wald, findet ein Boot und kommt nach langer Reise übers offene Meer zur Insel, wo die wilden Kerle wohnen. Bald schon wird er zum König dieser riesigen, launenhaften und dennoch liebenswerten Wesen, die mindestens so viel von ihm erwarten wie er von ihnen. Max' Reise auf die Insel der wilden Kerle ist ein phantastisches Abenteuer, das ihn im Innersten verändern wird.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 30.12.2009
Von der Lektüre des Romans, den Dave Eggers nach dem berühmten und nun verfilmten Bilderbuch von Maurice Sendak geschrieben hat, bleibt für Thomas David nur die Erinnerung an Sendaks Bilder. Zwar hat Eggers aus Sicht des Kritikers einiges schlüssig interpretiert, und zwar ebenso lesenswert wie clever. Trotzdem bleibt der Roman hinter Sendak zurück, wird David den Eindruck nicht los, dass sich das Buch durch die "Ausmalung" der unbeschriebenen Stellen, die Benennung der "unspezifischen Dinglichkeit" seiner "wild Things" mit konventionellen Namen auf unziemliche Weise in die Fantasie des Lesers schleicht.
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