Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Daniela Strigl

Marlen Haushofer

Die Biografie

Claassen Verlag, München 2000
ISBN-10 3546001877
ISBN-13 9783546001878
Gebunden, 398 Seiten, 22,50 EUR

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Klappentext

Wie war diese Frau wirklich, deren Werke in den fünfziger Jahren schon die Aufmerksamkeit der Kritiker erregten? Warum wagen ihre Heldinnen ein Aufbegehren, sei es auch nur in ihrer Phantasie, und warum müssen sie so oft an ihrer Umwelt scheitern? Daniela Strigl zeichnet den Lebensweg der als Maria Helene Frauendorfer geborenen Autorin nach: ihre Kindheit in der Enge einer Kleinstadt, in der sie auch nach ihrer Ehe mit dem Zahnarzt Manfred Haushofer leben sollte. Ihre Zerrissenheit zwischen ihrer Berufung als Literatin und dem Dasein einer Hausfrau und Mutter von zwei Söhnen, deren einziger Ausweg die Kontakte zu Schriftstellerkreisen in Wien darstellten, auch als ihre Ehe unrettbar schien.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.08.2000

Weitgehend positiv bespricht Carmel Finnan diese Biografie, auch wenn sie vorweg anmerkt, dass der Autorin kein uneingeschränkter Einblick in den Nachlass gewährt wurde. Das wiegt umso schwerer, wie der Leser erfährt, weil Haushofer selbst vor ihrem Tod noch zahlreiche erhaltene Briefe vernichtet hat. Dass es Strigl dennoch gelungen ist, Quellen aufzutun, die neue Einblicke in das Leben Haushofers ermöglichen, hebt die Rezensentin ausdrücklich hervor. Insgesamt sagt Finnan jedoch wenig über die Stärken und Schwächen dieser Biografie, sondern lässt vielmehr das Leben Hausdorfers und einige ihrer Bücher in der Rezension Revue passieren. Sie lobt lediglich am Schluss der Rezension noch einmal die Recherche Strigls, bevor sie abschließend dann einen Aspekt kritisiert: So hat Strigl nach Finnans Ansicht den Fehler gemacht, Haushofers Texte als direkte Widerspiegelung ihrer Erlebnisse zu interpretieren. Haushofer selbst habe jedoch darauf hingewiesen, dass nur "im weiteren Sinne" sich eigene Erlebnisse in ihren Texten wiederfinden, also kein direkter Bezug herzustellen sei.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren