Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Wie war diese Frau wirklich, deren Werke in den fünfziger Jahren schon die Aufmerksamkeit der Kritiker erregten? Warum wagen ihre Heldinnen ein Aufbegehren, sei es auch nur in ihrer Phantasie, und warum müssen sie so oft an ihrer Umwelt scheitern? Daniela Strigl zeichnet den Lebensweg der als Maria Helene Frauendorfer geborenen Autorin nach: ihre Kindheit in der Enge einer Kleinstadt, in der sie auch nach ihrer Ehe mit dem Zahnarzt Manfred Haushofer leben sollte. Ihre Zerrissenheit zwischen ihrer Berufung als Literatin und dem Dasein einer Hausfrau und Mutter von zwei Söhnen, deren einziger Ausweg die Kontakte zu Schriftstellerkreisen in Wien darstellten, auch als ihre Ehe unrettbar schien.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.08.2000
Weitgehend positiv bespricht Carmel Finnan diese Biografie, auch wenn sie vorweg anmerkt, dass der Autorin kein uneingeschränkter Einblick in den Nachlass gewährt wurde. Das wiegt umso schwerer, wie der Leser erfährt, weil Haushofer selbst vor ihrem Tod noch zahlreiche erhaltene Briefe vernichtet hat. Dass es Strigl dennoch gelungen ist, Quellen aufzutun, die neue Einblicke in das Leben Haushofers ermöglichen, hebt die Rezensentin ausdrücklich hervor. Insgesamt sagt Finnan jedoch wenig über die Stärken und Schwächen dieser Biografie, sondern lässt vielmehr das Leben Hausdorfers und einige ihrer Bücher in der Rezension Revue passieren. Sie lobt lediglich am Schluss der Rezension noch einmal die Recherche Strigls, bevor sie abschließend dann einen Aspekt kritisiert: So hat Strigl nach Finnans Ansicht den Fehler gemacht, Haushofers Texte als direkte Widerspiegelung ihrer Erlebnisse zu interpretieren. Haushofer selbst habe jedoch darauf hingewiesen, dass nur "im weiteren Sinne" sich eigene Erlebnisse in ihren Texten wiederfinden, also kein direkter Bezug herzustellen sei.
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