Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Französischen von Eveline Passet. Dass seine Schwester Thérèse heiratet, ist für Benjamin Malaussène so unglaublich wie eine Tulpe auf dem Mars. Doch das Unwahrscheinliche tritt ein, Thérèse, die wahrsagende Jungfrau aus Belleville, ist bis über beide Ohren verliebt. Das wäre alles halb so dramatisch, handelte es sich bei dem Zukünftigen nicht um einen gewissen Cômte Marie-Colbert de Roberval, ein echtes Blaublut also. Angesichts einer derartigen Mésalliance regt sich der Sippenstolz im Hause Malaussène. Thérèse jedoch ist nicht von ihrem Vorhaben abzubringen, und so wird Hochzeit gehalten, vom Bräutigam als großes Medienspektakel aufgezogen, bei dem auch die als Sternschnuppen verkleideten Hurenkinder Bellevilles in der Rolle der Streu-Engelchen nicht fehlen. Das junge Glück aber ist nur von kurzer Dauer, bereits in der Hochzeitsnacht - die sich in vielerlei Hinsicht als folgenreich erweist - zeigt der scheinheilige Graf sein wahres Gesicht. Und Thérèse, die glaubt, ihres verloren zu haben, weiß, dass nichts über Belleville und die Malaussènes geht.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.01.2001
Thomas Laux widmet sich hier zwei neuen Geschichten Daniel Pennacs über die "reichlich überspannte Großfamilie Malaussène".
1.) Daniel Pennac: "Adel vernichtet" (Kiepenheuer und Witsch)
Dieses Buch zählt nach Laux nicht unbedingt zu den besten Werken des Autors. Viel mehr als "leichte Unterhaltung" ist dieser Roman seiner Ansicht nach nicht und erhebe auch nicht den Anspruch darauf. Das findet der Rezensent soweit auch akzeptabel, doch die "flapsigen und neunmalklugen Dialoge" und die Anstrengung bei der Auflösung des Kriminalfalls schmälern nach Laux "das Amüsement doch erheblich".
2.) Ders.: "Vorübergehend unsterblich" (Kiepenheuer und Witsch)
Nur kurz geht Laux auf diesen Band ein, den er dem Roman "Adel vernichtet" eindeutig vorziehen würde. Trotz des knappen Umfangs von 80 Seiten biete diese Geschichte eine "überschaubare Darbietung malaussènescher Grillen", wie der Rezensent wohlwollend anmerkt.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.10.2000
Ulrich Noller preist den Autor als "ungeheures erzählerisches Talent", dessen Krimis hierzulande noch als "Geheimtipp" gälten, in Frankreich, Spanien oder Italien jedoch enorme Auflagen erlebten. Wenn auch der vorliegende sechste der im Pariser Stadtteil Belleville spielenden Krimis nicht ganz die Brillanz seiner Vorläufer erreiche, sprühe er trotzdem vor "Wortwitz", gelungenen Dialogen und "actionreicher" Verwicklungen, so der begeisterte Rezensent. Er schwärmt von den skurrilen und dabei sehr glaubwürdigen Figuren und der temporeichen Erzählweise und ist sich sicher, dass dieses Buch - wenigstens für "einen amüsanten und spannungsreichen Abend" - seine Leserschaft vom Fernsehkonsum abhalten wird, was nach dem Rezensenten ein erklärtes Ziel des Autors sein soll.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Erhard Oeser: Das Reich des Mahdi
Mit 33 Abbildungen. 1885 erschütterte die westliche Welt die Nachricht vom Fall der Stadt Khartum und der brutalen ...
Lukas Hartmann: Räuberleben
Geächtet, verteufelt, gejagt das ist das Schicksal des Räuberhauptmanns Hannikel und seiner Familie. Ein historischer ...
Archiv: Bücherschauen
Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen








