Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Klaus Pemsel. Die Suche nach einem neuen Zuhause, weit weg vom Lärm und Trubel der Großstadt, bringt den Schriftsteller Colin Nieman und seinen Freund Justin Time in die abgeschiedene Kleinstadt Galatea, inmitten der Prärie von Kansas. Starke Anziehungskraft hat besonders auf Colin die Stille dieses Ortes. Doch langsam erweist sie sich als Grabesruhe, die in der verdrängten Vergangenheit Galateas ihren Ursprung hat. Vor Jahren haben die Bewohner einen schwarzen Jungen gehenkt, der Lucy, die Ziehtochter der mächtigen Frau des Bürgermeisters, sexuell bedrängt haben soll. Seitdem sind wiederholt Männer des Ortes spurlos verschwunden, die sich an dem Lynchmord beteiligt hatten. Als schließlich die Leiche des vermissten Eddy Comedy gefunden wird, beginnt in Galatea eine neue Reihe von Vorfällen, die an die düstere Vergangenheit anknüpfen und sich zugleich gegen Colin und Justin richten.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.07.2000
Thomas Leuchtenmüller hat sich dem Lesesog des gut 600 Seiten umfassenden Romans bereitwillig ergeben, auch wenn die Erzählkunst des Autors seiner Meinung nach leicht geschwätzige Seiten aufweist: "Schwarz und Weiss" ist eine Saga über ein Dorf im mittleren Westen Nordamerikas, wohin ein homosexuelles Paar zieht und dort in Geschehnisse verwickelt wird, die von rassistischen Spannungen diktiert werden. Was Leuchtenmüller gefällt, ist weniger der inhaltliche als vielmehr der formale Aspekt des Romans, der aus immer wechselnder Perspektive der Dorfbewohner berichtet, eine Herausforderung an die Leser, schreibt der Rezensent, weil sie sich auf unterschiedliche, einander widersprechende Sicht- und Redeweisen der Erzählfiguren einlassen müssen. Auf diese Weise sei ein dichtes und schlüssiges Psychogramm eines Dorfes entstanden.
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