Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Dagmar Leupold

Byrons Feldbett

Gedichte

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN-10 3100441052
ISBN-13 9783100441058
Gebunden, 95 Seiten, 16,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Dagmar Leupold wirft ihren Blick auf Leben und Lieben, Lieben und Schreiben, wobei nicht selten das eine mit dem anderen in lakonischer Pointe zusammenfällt. Sie spielt mit den Möglichkeiten des Mediums: versteckte Zitate, Anspielungen auf den europäischen Mythenvorrat, Zuflüsse aus allen Epochen der Literaturgeschichte machen ihre Texte für den Leser zu reichen Fundgruben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.01.2002

Als "Simulantin in Weiß" entlarvt der Rezensent Burkhard Müller die Autorin Dagmar Leupold, deren knapper Gedichtband "Byrons Feldbett" jetzt erschienen ist. Nein, viel übrig hat Müller wirklich nicht für Leupolds Gedichtband. So mokiert er sich darüber, dass hier äußerst kurzen Gedichten komplette Seiten eingeräumt werden und stellt sarkastisch fest: "Da ist es der Rand, der dichtet". Für Müller bergen die schneeweißen Flächen des Papiers bei Leupold kein Geheimnis; diese Gedichte sind für ihn nicht viel mehr als das blanke Nichts. Und so kommt er denn zu dem vernichtenden Urteil: "Wer nichts zu sagen hat, der hat kein Recht auf so viel Schweigen".

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.11.2001

Martin Krumbholz kann gar nicht glauben, dass eine "exzellente Schriftstellerin" wie Dagmar Leupold einen so katastrophalen Lyrikband wie "Byrons Feldbett", eine "Kollektion derart banaler, nachlässig und gedankenfaul gearbeiteter Gedichte" veröffentlicht hat. "Uninspiriert", "schlicht", "schlecht" und "entbehrlich" findet der Rezensent fast alle Verse, die die Autorin aufs Papier gebannt hat. Schmerzlich hat er die Suche nach dem treffenden Ausdruck, Originalität und eine runde Form vermisst. "Hingeschrieben, aber nicht nachgedacht", lautet das vernichtende Urteil von Krumbholz. Die Sorglosigkeit im Umgang mit der Sprache will der Rezensent der Autorin keineswegs durchgehen lassen.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2001

Geerdet, schreibt Wulf Segebrecht, seien diese Gedichte in dem Sinne, dass sie von konkreten, heutigen Gelegenheiten ausgingen. Computer und TV (wirklich?) stehen so Seite an Seite mit Anspielungen und Zitaten aus der Bibel, dem Minnesang oder eben Texten Lord Byrons. Das nach Segebrechts Dafürhalten Entscheidende an diesem dritten Gedichtband der Autorin aber ist damit nicht benannt. Ja, die Erdung des Gedichts wird sogar zum Vorwand: "Der Anschein der Authentizität der Gegenstände dient lediglich der Einsicht in die Nichtübereinstimmung mit ihnen." Worauf es stattdessen ankommt bei dieser "ansehnlichen Reihe klug bedachter und klug gemachter Gedichte", bezeichnet der Rezensent als eine "Poetik der Leibhaftigkeit," die sich in "ausgeprägten und differenzierten Wortfeldern" der beiden Bereiche manifestiert, die wiederum sowohl auf den poetischen Text als auf das Körpergefühl referieren.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren