Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Cuno Amiet, Giovanni Giacometti

Giovanni Giacometti - Cuno Amiet: Briefwechsel

Cover: Giovanni Giacometti - Cuno Amiet: Briefwechsel

Scheidegger und Spiess Verlag, Zürich 2000
ISBN-10 385881122X
ISBN-13 9783858811226
Gebunden, 616 Seiten, 44,99 EUR

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Klappentext

Eine Publikation des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft Zürich. Herausgegeben von Viola Radlac. Mit 37 Farbabbildungen, mehreren Reproduktionen von Briefauszügen, Biografien und Bibliografien. Der Briefwechsel mit Cuno Amiet erstreckt sich über mehrere Jahr- zehnte und ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert: Derart gut doku- mentierte Künstlerfreundschaften sind selten, und die Briefe erlauben einzigartige Einblicke in die Gedankenwelt, die Schaffensweise und den Künstleralltag der beiden Maler, in ihre manchmal heftigen und erhellenden Diskussionen um Kunst und Künstler, neue Maltechniken und um ihre eigene Position innerhalb der anbrechenden Moderne. Nicht zuletzt bietet die frische, unkonventionelle Ausdrucksweise der beiden Schreibenden auch eine äusserst unterhaltsame Lektüre. Sie vermittelt die menschliche Dimension, das Lebensgefühl, in dem ihre Gemälde geschaffen wurden.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.09.2000

Dieser Briefwechsel scheint zu halten, was man sich von Briefwechseln verspricht: "Überschritten ist die Schwelle zum Privaten", schreibt Donat Rütimann in einer ausführlichen und von großer Sympathie getragenen Rezension dieses Bandes. Ihn fasziniert es vor allem, die Jugendbriefe dieser beiden Künstler zu lesen, die, neben dem verehrten Franz Hodler, die Schweizer Moderne in der Kunst mit begründeten (Giovanni Giocametti war übrigens der Vater des international berühmteren Alberto Giacometti). Besonders dicht zeichnet Rütimann die Jahre des Studiums nach und erzählt von den Entdeckungen der beiden Freunde, die teils zusammen in Paris studieren, teils weit voneinander entfernt leben. In ihren Briefen kann man nach Rütimann verfolgen, wie sie vom Naturalismus immer mehr abkommen und sich immer mehr mit dem Impressionismus, mit Paul Gauguin, später auch mit van Gogh und Puvis de Chavannes auseinandersetzen. Rütimann lobt die Herausgeberin dafür, dass sie die Briefe nicht zu stark bearbeitet hat und in ihren drei Sprachen - deutsch, italienisch und französisch - und mehr oder weniger wohl auch in der originalen Rechtschreibung veröffentlicht. Ab und zu fehlen dem Rezensenten aber Kommentare, die die teilweise monatelange Pausen zwischen einzelnen Briefen erklären.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren