Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Kriege zu führen ist offenkundig wieder erlaubt - doch wir verschließen fest die Augen. Das wird uns teuer zu stehen kommen. Irak-Krieg? Ohne uns. Islamistische Terroranschläge? Zum Glück woanders. Demnächst Iran? Auf keinen Fall! - Wie lange wollen wir noch so tun, als könnten wir uns aus dem globalen Krieg zwischen dem islamistischen Terror und der amerikanischen Weltmacht heraushalten? Clemens Verenkotte, Kenner der USA und des Nahen Ostens, analysiert Amerikas Machtpolitik, Europas Schwächen und deutsche Alleingänge.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 26.01.2006
Durchaus lesenwert findet Thomas Speckmann die essayistischen Reportagen des Washington-Korrespondenten und politischen Redakteurs Clemens Verenkotte. Ausgehend von der Frage, wie es mit der Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands angesichts einer globalen terroristischen Bedrohung stehe, falle Verenkottes Urteil skeptisch aus. "Die Welt ist unsicherer geworden", zitiert der Rezensent die Einschätzung des Autors, nicht zuletzt aufgrund eines "zunehmenden politischen Autismus im Weißen Haus". Speckmann geht d'accord, dass sich Deutschland nicht länger leisten kann, die sicherheitspolitischen Folgen der amerikanischen Politik im Nahen und Mittleren Osten zu ignorieren. Andererseits mutet es ihm als bittere Ironie an, dass Deutschland den USA im Irak zu Hilfe kommen muss, da bei einem Scheitern der Bush-Regierung in der radikal-islamistischen Welt sonst der Eindruck entsteht, terroristische Gewalt wie im Irak zahle sich aus. Allerdings will er Verrenkotte nicht folgen, wenn der den Europäern etwa gegenüber dem Iran nur ein hilfloses Agieren bescheinigt.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.12.2005
Werner Link preist das Buch von Clemens Verenkotte, das sich mit einem möglichen Iran-Krieg, mit dem Irakkrieg und dessen Auswirkungen auf Deutschland befasst, als "journalistische Glanzleistung", auch wenn er den Titel angesichts des Inhalts etwas "irreführend" findet. Der Autor habe ein "sorgfältig recherchiertes" und dabei "gut lesbares Buch" vorgelegt, lobt der Rezensent, den es besonders freut, dass die stilistische "Eleganz" die "Zuverlässigkeit der Informationen", die Verenkotte gibt, keineswegs mindert. So gelinge es dem Autor, in den Hintergrund geratene Fakten wieder ans Licht zu holen und so "einige politische Argumente" als "hohl" zu entlarven, so der Rezensent angetan. Verenkotte kann beispielsweise zeigen, dass das Atomprogramm des Iran, das die gegenwärtige amerikanische Regierung so erbittert bekämpft, einst von der Ford-Regierung unterstützt wurde, stellt Link interessiert fest. Ihm sind einige Widersprüche in den Ausführungen des Autors aufgefallen, wie zum Beispiel dass Verenkotte in der Einleitung zwar vom "Ende der friedlichen Gesellschaft" schreibt, im Nachwort dagegen nach Möglichkeiten für ihre "Dauer" sucht. Dennoch gefällt ihm der Band alles in allem sehr gut und er preist, dass einige Ereignisse so "lebendig" beschrieben würden, als sei Verenkotte "selbst zugegen" gewesen.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Erhard Oeser: Das Reich des Mahdi
Mit 33 Abbildungen. 1885 erschütterte die westliche Welt die Nachricht vom Fall der Stadt Khartum und der brutalen ...
Lukas Hartmann: Räuberleben
Geächtet, verteufelt, gejagt das ist das Schicksal des Räuberhauptmanns Hannikel und seiner Familie. Ein historischer ...
Archiv: Bücherschauen
Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen








