Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christopher Marlowe

Das Massaker von Paris. Die Historie von Dr. Faustus

Uwe Laugwitz Verlag, Buchholz in der Nordheide 1999
ISBN-10 3933077044
ISBN-13 9783933077042
gebunden, 182 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Vorwort und Übersetzung von Dietrich Schamp.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.05.2000

Walter Klier bespricht zwei Neu-Übersetzungen der Werke von Christopher Marlowe - beiden kann er nicht viel abgewinnen. Marlowe übrigens auch nicht.
1) Christopher Marlowe: "Sämtliche Dramen". Ins Deutsche übertragen und herausgegeben von Wolfgang Schlüter. (Eichborn 1999)
Die Motive für diese Edition sieht Walter Klier in der zeitgenössischen Auffassung, die elisabethanischen Dramatiker seien "Popstars ihrer Zeit" gewesen und spätestens der Film "Shakespeare in Love" habe aus Shakespeare einen "Popstar der Postmoderne" gemacht. Der "auf Populäres spezialisierte Eichborn Verlag" habe nun das gleiche mit Marlowe versucht. Nun liest man allerlei Sinistres über das Leben und den geheimnisumwitterten Tod Marlowes, was aus der elisabethanischen Klatschpresse stammen könnte: wenn es sie gegeben hätte. Dann gelangt Klier endlich bei der Ausgabe und ihrem Herausgeber an, der sich als der Urheber des pseudo-elisabethanischen Klatsches entpuppt. Die Übersetzung von Wolfgang Schlüter findet Klier ziemlich enervierend und keinesfalls den Namen "Übersetzung" verdienend: "zumindest wüßte ich die Sprache nicht zu nennen, in die da übersetzt worden ist". Als Beispiel zitiert er aus dem "Jid von Malta": `Da Nutte, hier ist was zum Shopping für dich.` Diese "Spaßhaftigkeit" könne wohl nur ein Titanic-Redakteur aushalten, knurrt Klier.
2) Christopher Marlowe: "Das Massaker von Paris. Die Historie von Doktor Faustus." Deutsch von Dietrich Schamp. (Verlag Uwe Laugwitz)
Etwas herablassend bescheinigt Klier der "Historie von Doktor Faustus", dass es "ohne Zweifel interessant" sei, wie Faust hier am Ende umstandslos in die Hölle fährt. Im Gegensatz zu Goethes "Faust" fehlt dem Rezensenten hier jedoch der "moralische Widerstreit". Zur Übersetzung bemerkt er nur kurz, dass Dietrich Schamps " etwas entrhythmisierter Blankvers farbloser" sei als Schlüters Blankvers. Da Schlüter ihm aber ja wohl viel zu farbig war, bleibt unklar, ob das jetzt ein Kompliment für Schamp ist.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren