Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2008. Angela und Erich sind die Eltern, Simon und Katrin die Kinder. Doch reicht allein die Aufzählung der Mitglieder nicht aus, um von einer Familie zu sprechen. Zumal sich Erich und Angela schon lange ihre Nischen gesucht haben ebenso wie Simon und Katrin ihre eigenen Wege. Aber was passiert mit dieser Familie, wenn die Mutter mit 45 Jahren ums Leben kommt? Erich beginnt zu joggen, Katrin beginnt zu lieben und Simon beginnt zu schreiben - und erfindet sich eine ganz andere Familiengeschichte.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2008
Christopher Kloebles Debütroman "Unter Einzelgängern" hat Friedmar Apel sehr überzeugt. Es handelt sich um den - autobiografisch inspirierten - Versuch, im Rückblick eine auseinander fallende Familie zu rekonstruieren, und aus wechselnder Perspektive der Familienmitglieder nicht nur das "Trennende" zu artikulieren, sondern auch der Sehnsucht nach Zusammengehörigkeit Ausdruck zu geben, so der Rezensent. Die geschickte Romankonstruktion macht es dem Leser nicht immer leicht, entschädigt aber durch sein Potential zu amüsieren und zu bewegen und wird zudem niemals sentimental, wie Apel mit einiger Befriedigung feststellt. Für einen Debütroman, findet der Rezensent, ist das Buch auch "handwerklich", erstaunlich gut gemacht und, von wenigen Ausrutschern abgesehen, erfreulich "geschmackssicher".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2008
Das Etikett DLL (Deutsches Literaturinstitut Leipzig) für Schreibschulenprosa möchte Christoph Schröder dem Debütanten nicht anheften. Dafür erscheint ihm die von Christopher Kloeble inszenierte bayrische Familiengeschichte reizvoll genug und die psychische Konstellation durchaus vielversprechend. Wenn Schröder dem Text gegenüber dennoch skeptisch bleibt, so liegt das an seiner geringen Substanz und an einer überladenen Konstruktion aus Rahmen- und Binnengeschichte und technischen Spielereien, die dem Rezensenten eher in den Ohren schmerzen, als dass sie ihn mitreißen würden. Schröder fehlt hier eindeutig die ästhetische Spannung, das erzählerische Risiko.
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