Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Christoph Weiß
Auschwitz in der geteilten Welt
Peter Weiss und die `Ermittlung` im Kalten Krieg. 2 Bände
Klappentext
Die vorliegende Studie ist den vier eng miteinander verbundenen Fragen gewidmet, unter welchen Umständen der 1934 als "Halbjude" emigrierte Schriftsteller Peter Weiss in den frühen sechziger Jahren mit seinen Texten nach Deutschland zurückkehrte, wie sein Drama Die Ermittlung im Kontext seines "Divina-Commedia"-Projektes entstand, auf welche Weise der Autor, sein Stück und damit das Thema Auschwitz zwischen die Fronten des Kalten Krieges gerieten und wie diese deutsch-deutsche Debatte des Jahres 1965 verlief. Die Untersuchung im ersten Band basiert vor allem auf ungedruckten Quellen, besonders aus dem Nachlaß des Autors und aus dem SAPMO-Bundesarchiv, und wertet u.a. erstmals Weiss` Korrespondenz sowie die auf Weiss und die Ermittlung bezogenen Akten der DDR-Kulturbürokratie aus. Der zweite Band bietet eine breite Auswahl aus den Rezeptionszeugnissen, die 1965 in den west- und ostdeutschen Medien zu Peter Weiss und seiner Ermittlung erschienen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.09.2001
Die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte eines literarischen Werkes kann spannend sein wie ein Kriminalroman, weiß Martin Krumbholz und sieht sich mit dieser Behauptung im vorliegenden Fall absolut bestätigt. Denn die Aufnahme von Peter Weiss' Auschwitz-Oratorium "Die Ermittlung" geriet Mitte der 60er-Jahre in den Mechanismus des Kalten Krieges, der im Westen alles, was sich zum Kommunismus bekannte, verteufelte und im Osten wiederum triumphierend und propagandistisch vereinnahmt wurde, berichtet der Rezensent. Minutiös arbeite der Autor namens Weiss (bloß ein Namensvetter?), der mit diesem zweibändigen Werk seine Habilitationsschrift vorlegt, die prompten und so vorhersehbaren Reaktionen heraus, die auf Weiss' angebliche Konversion zum Kommunismus erfolgten. Selten lasse sich wohl so exemplarisch die schematische Einordnung eines Kunstwerkes infolge des Kalten Krieges nachvollziehen, die den literarischen Wert des Textes vollständig ins Hintertreffen geraten ließ, stellt Krumbholz fest.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2000
Rezensent Volker Breidecker ist sehr angetan von diesem Buch. Das große Verdienst des Autors sei es, die "publizistischen Dokumente des Prototyps" aller deutschen Debatten um Auschwitz zusammengetragen zu haben, lobt der Rezensent. Außerdem sei es dem Autor gelungen, den komplizierten Wust von Kunst und Politik aufzulösen und damit den literarischen Standpunkt des Peter Weiss von dessen ideologischen Äußerungen abzugrenzen - denn Weiss habe in seinen vielen Selbstäußerungen und Interviews maßgeblich selbst Anlass zur Missdeutung gegeben. Breidecker lobt vor allem, dass der Autor mittels unzähliger bisher unveröffentlichten Entwürfe von Weiss überzeugend deutlich macht, dass dieser sein Werk auf Dantes "Divina Commedia" bezogen sehen wollte.
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Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







