Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christoph Hein

Der Ort. Das Jahrhundert

Essays

Cover: Der Ort. Das Jahrhundert

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3518223690
ISBN-13 9783518223697
Gebunden, 210 Seiten, 13,80 EUR

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Klappentext

Christoph Heins schriftstellerische Arbeit ist seit ihren Anfängen von Essays begleitet, in denen er über die Voraussetzungen seines Schreibens nachdenkt, etwa über "Sprache und Rhythmus", über Heine, Proust und Goethe oder auch über Geschichte und aktuell Politisches bzw. das Verhältnis von Intellektuellen und Politik. Wie in seiner Prosa und in den Theaterstücken erweist sich der Autor auch hier als ein wacher und genauer Chronist unserer Zeit. Dieser Band versammelt Essays von Christoph Hein aus etwa 20 Jahren, deren zentraler Bezugspunkt der Ort des Jahrhunderts ist: Auschwitz. Darunter befinden sich solche berühmt gewordenen wie "Die fünfte Grundrechenart" über Stalins Verbrechen und die weißen Flecken der Geschichtsschreibung oder "Die Zensur ist überlebt, nutzlos, paradox, menschenfeindlich, volksfeindlich, ungesetzlich und strafbar", vorgetragen auf dem X. Schriftstellerkongress der DDR 1987.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.07.2004

Das Entscheidende an dieser zweigeteilten Sammlung von Christoph Heins öffentlichen Erklärungen, Reden, Vorlesungen und Artikeln - aus den achtziger und den neunziger, den Vor- und den Nachwendejahren erschließt sich, so Rezensent Thomas Wild, erst dem, der dieses Buch auch noch über die letzte Zeile hinaus liest. Den Zugang zur "sprachlichen Vielschichtigkeit" wie zur "intellektuellen Haltbarkeit" der versammelten Texte Heins nämlich würden erst die Angaben am Ende des Bandes eröffnen - darüber, wann und wo die jeweilige Rede ursprünglich gehalten, der entsprechende Artikel zum ersten Mal erschienen sei. So erst könne man dann beispielsweise die Sperrigkeit der abgedruckten Poetik-Lektion richtig lesen - die Hein am 31. Oktober 1989 in Leipzig vortrug. Hier geht es, so Brenner, nämlich vornehmlich darum, den Zuhörern leichte Lösungen, griffige Visionen, vorformulierte Programme zu verweigern. So gelangt Wild schließlich zu einer doppelten Preisung Heins - als eines vorbildlichen Intellektuellen und Schriftstellers. Das "bestechend Unbestechliche" an Christoph Hein liegt "in seiner Sprache", so Wild: "Die kargen Sätze entlarven jedes Jargon- und Klischeegequassel. Aus dem sinnlichen Gestus des Formulierens spricht die Empathie für den Gegenstand der Rede. Selbst gedankenschwere Essays trägt ein beinahe magischer Rhythmus poetischer Sprache."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren