Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Schwedischen von Hedwig M. Binder.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.05.2000
Wenn ihr gezeichneter Körper einer Frau zum größten Lebensproblem wird, kann sie dann "in einer Welt animalischer, ungebrochener Körperlichkeit" leben? Dieses Rätsel gibt Klaus Böldls Besprechung des Romans der jungen schwedischen Autorin auf. Oder ist es die Autorin, die das Rätsel aufgibt? Durch einen Sturz als Fünfzehnjährige ist Rakel mit einer Narbe an der Stirn und durch ihr Hinken zu einem Schattendasein verdammt. Der Heringshändler, dessen zweite Frau sie wird, lebt behäbig und bieder in beständiger Erinnerung an seine erste Frau in seinem Fischerdorf, und mit ihrer Stieftochter Cornelia verbindet sie ein eher problematisches Verhältnis, geprägt von "Zuneigung und Neid". An deren Sohn entlädt sich schließlich nach vielen Jahren ihr lang zurückgehaltenes Unglück in einer "Verzweiflungstat". Gesellschaftliche Konstellation und Sprache dieser auch im Poetischen geschulten Autorin erinnern, so Böldl, an die späten Stücke Ibsens. Der Gefahr sentimentaler Mitleidigkeit mit ihrer Protagonistin entgeht die Autorin, indem sie deren Lebensbeichte in den "unauflöslichen Widersprüchen ihrer Existenz" belässt und nicht etwa aufzulösen versucht. Gehört also ihre Liebe zu diversen Schoß- und Jagdhunden, die für "eine Welt animalischer Körperlichkeit" sorgen, dann zu diesen Widersprüchen dazu? Der letzte Satz der Besprechung, ein Zitat aus dem Roman, verrätselt das Ganze noch mehr: `Lügen sind immer schon mein Atem gewesen`.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.04.2000
So ganz lässt sich aus der Kurzkritik des Rezensenten mit dem Kürzel "c.hr." nicht herauslesen, ob ihm der Roman nun gefallen hat oder ob er darin nur den Versuch des Verlags sieht, ein neues, kommerziell interessantes "Schreibtalent" zu lancieren. Immerhin zeichnet er die Fabel, die auf einer westschwedischen Insel spielt, detailliert nach und scheint an der von einem Unfall gezeichneten Hauptfigur einiges Interesse zu finden. In seiner Handlungs- und Personenführung erinnert ihn der Roman ans 19. Jahrhundert, seine Sprache findet er einfach und effizient, den Plot allerdings etwas unwahrscheinlich. "Da ist ein Potenzial vorhanden, das zu entwickeln sich lohnt."
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Krisen des modernen Ichs
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Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen






