Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Charles Dickens

Große Erwartungen

Roman

Cover: Große Erwartungen

Carl Hanser Verlag, München 2011
ISBN-10 3446237607
ISBN-13 9783446237605
Gebunden, 832 Seiten, 34,90 EUR

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Klappentext

Herausgegeben, aus dem Englischen übersetzt und mit einem Nachwort von Melanie Walz. Der Waisenjunge Pip erlernt das Handwerk des Schmieds, dann stiftet ihm ein unbekannter Wohltäter ein Vermögen, damit er sich in London zum Gentleman ausbilden kann. Es geht um Kindheit und Erwachsenwerden, um Arm und Reich, um Klug und Dumm, um Gut und Böse.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Charles Dickens: "Große Erwartungen" - mehr Infos bei Hanser

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 07.02.2012

?Güte" und ?Zufriedenheit" entströmt laut Daniela Zinser Charles Dickens' Roman ?Große Erwartungen", der jetzt zum 200. Geburtstag des britischen Schriftstellers in neuer Übersetzung vorliegt. Er erzählt davon, wie der in einfachsten Verhältnissen aufwachsende Pip von einem reichen, unbekannten Förderer mit Geld und Möglichkeiten ausgestattet wird und lernen muss, dass alles auf der Welt seinen Preis hat, können wir der Zusammenfassung der Rezensentin entnehmen. Das wirft ein höchst aktuelles Licht auf die Casting-Show-Mentalität unserer Zeit, streift ein gerade auch unseren Präsidenten umtreibendes Problem und hat noch sehr viel mehr Bedeutungsvolles im Gepäck, wie Zinser schwärmt. Ein Roman über die Liebe, den Fluch des Geldes, Scham, aber eben auch über Treue, Güte und Würde, findet die begeisterte Rezensentin.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 02.02.2012

Stimmt schon, an Nachruhm fehlt es Charles Dickens nicht, dennoch nutzt Ursula März den anstehenden zweihundertsten Geburtstag, um den Romancier noch einmal grundsätzlich zu preisen - aber auch seinen Roman "Große Erwartungen", der von Melanie Walz laut März "glanzvoll" ins Deutsche übersetzt wurde. Die Geschichte von Philip Pirrip - genannt Pip -, dessen Aufstieg vom bäuerlichen Vollwaisen zum Londoner Gentleman sich eher wie eine Schauergeschichte ausnimmt, hat der Rezensentin den Atem verschlagen. Für einen "großen kathartischen Moment der Weltliteratur" hält sie den Punkt, an dem das Märchen umschlägt, und für mindestens so erkenntnisfördernd wie die "Dialektik der Aufklärung".

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011

Als den "vielleicht spannendsten, aber beileibe nicht den ganzen Dickens" bezeichnet Rezensent Markus Gasser die "Großen Erwartungen". Dickens habe hier ziemlich genau geschrieben, was das Publikum von ihm erwartet habe, nachdem die vorangegangene "Geschichte von zwei Städten" seine Beliebtheit geschmälert hatte, so Gassers literaturhistorischer Exkurs. Der Bildungsroman aber, als den man die Geschichte des zu unverdientem Reichtum kommenden Philip "Pip" Pirrip seinerzeit habe lesen wollen, sei das Buch mitnichten. Überhaupt gibt Gasser dem später verfassten Roman "Unserem gemeinsamen Freund" den Vorzug, weil Dickens erst hier wieder zu alter Größe gefunden habe. Die Neuübersetzung der "Großen Erwartungen" durch Melanie Walz' heimst dennoch Lorbeeren ein: "Elegant, akkurat und bildkräftig" sei die Übertragung und stelle sowohl diejenige Margit Mayers von 1977 als auch die Ulrike Jung-Grells von 1993 in den Schatten.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren