Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Charles Dickens

Aufzeichnungen aus Amerika

Cover: Aufzeichnungen aus Amerika

Edition Erdmann, Stuttgart 2002
ISBN-10 3522600371
ISBN-13 9783522600378
Gebunden, 319 Seiten, 22,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Herausgegeben von Detlef Brennecke. Obwohl erst neunundzwanzig Jahre alt, war Charles Dickens eine Berühmtheit, als er im Januar 1842 nach Amerika aufbrach. Von Boston bis St. Louis, von Richmond bis Quebec, mit der Eisenbahn und auf dem Mississippi durchquerte der Dichter den Kontinent. Und doch hielt sich seine Begeisterung in Grenzen. Zu offensichtlich waren die Missstände wie die Unterdrückung der Sklaven im Süden und die sozialen Probleme in den Großstädten, die Dickens oft kritisierte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2003

Rezensent "tg" hat diese Aufzeichnungen des britischen Schriftstellers als harsche, stellenweise sogar vernichtende Kritik an Amerika gelesen, seiner rohen Lebensart, der egoistischen amerikanischen Gesellschaft "ohne soziale Verantwortung", an einer Nation, "die als ein Großreich der Habgier" nichts anderes als die Jagd nach dem Dollar im Sinne habe. Dennoch taugt Dickens' Bericht über einen fünfmonatigen Amerika-Aufenthalt nach Ansicht des Rezensenten nicht als "Munition für einen Stammtisch-Antiamerikanismus". Vielmehr trägt er für ihn dazu bei, amerikanische Positionen leichter zu begreifen. Merkwürdige Aktualität gewinnt das Buch für den Rezensenten im Konflikt zwischen Dickens und den amerikanischen Intellektuellen, die sich durch den britischen Kritiker brüskiert sahen: "Auf der einen Seite die Selbstsicherheit und Selbstbezogenheit der Neuen Welt und auf der anderen die Vorstellung, dass allein die Erfahrung der Alten Welt den rechten Weg weise".

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren