Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Matthias Fienbork. Caryl Phillips verwebt in seinem Roman mehrere Geschichten. Die von Eva Stern, die als einzige ihrer Familie den Holocaust überlebt, mit der eines schwarzen Söldnergenerals im Venedig des 15. Jahrhunderts und der von drei Juden aus dem Veneto, die eines Ritualmords bezichtigt werden. Die Leitmotive wiederholen sich über die Jahrhunderte und Länder hinweg: mörderischer Rassenhaß, Traumata, die durch Verluste ausgelöst werden, die Kraft des Glaubens, Verfolgung und Verrat.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.08.2000
Überwiegend positiv bespricht Georg Sütterlin dieses Buch, das für ihn weniger ein Roman als vielmehr eine Sammlung von vier Erzählungen ist, die "kunstvoll" miteinander verknüpft werden. Auffallend findet er dabei, dass der Autor Parallelen zwischen der Judenverfolgung und dem Schicksal Schwarzer betont. Daran hat der Rezensent prinzipiell nichts auszusetzen, jedoch merkt er an, dass dies für einen Leser, dem Philipps` frühere Romane unbekannt sind, etwas verwirrend sein muss. Wenig begeistert zeigt sich Sütterlin von der Sprache des Autors, die er "stellenweise flach, uninspiriert" findet, allerdings lobt er die gut gezeichneten Figuren in diesem Roman und auch ein "Fluidum des Schwebenden". Dieses Schwebende begründet der Rezensent mit dem Fehlen eines zeitlichen und handlungsbezogenen Orientierungspunktes.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2000
Glaubt man Helmut Winter, dann hat Caryl Phillips in diesem Roman zu viel gewollt. Winter erzählt zunächst von Phillips` Biografie als Nachfahrer indischer Einwanderer in der Karibik und britischer Literaturprofessor, der Rassismus am eigenen Leibe erfahren habe. In seinem Roman wolle er nun die Erfahrung rassistischer Unterdrückung in einer mosaikhaft erzählten Konstruktion aus mehreren Erzählsträngen verflechten. Diese Struktur aber, die die Geschichte einer Holocaust-Überlebenden mit der Unterdrückung der Juden im Venedig des 15. Jahrhunderts und der Figur des Othello als des afrikanischen Generals in Venedig vermengen will, findet Winter zu ambitioniert und verwirrend. Phillips` Prosa werde darüber leblos. Mehr als Respekt gegenüber dem Anliegen des Romans mag Winter nicht empfinden.
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Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







