Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Carsten Jahnke
Das Silber des Meeres
Fang und Vertrieb von Ostseehering zwischen Norwegen und Italien (12.-16. Jahrhundert)
Klappentext
Mit 9 Karten und 5 Grafiken. Lange vor der Gründung der Europäischen Union bestand mit der Hanse ein einheitlicher Handelsraum, dessen Bedeutung dem heutigen Binnenmarkt kaum nachsteht. Unter den bedeutenden mittelalterlichen Handelsgütern steht der Ostseehering an vorderster Stelle. Aufgrund seiner langen Haltbarkeit und seines großen Fettreichtums war er im katholischen Europa als Fastenspeise beliebt und begehrt. Der Ostseehering des Mittelalters wurde vorwiegend an den Küsten Schonens und im Öresund gefangen. Ebenso international wie die Fischer waren auch die Händler und "Firmen", die sich an diesem lukrativen Geschäft beteiligten.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.2000
Diese "wirklich interessante" Dissertation, im Rahmen einer Reihe von Darstellungen zur hansischen Geschichte erschienen, befasst sich mit dem Ostseehering als beispielhaftem Handelsobjekt des Mittelalters. Das an diesem nur scheinbar geringen Beispiel beschriebene Wirtschaftssystem des Mittelalters erweise sich, so der Rezensent Martin Lhotzky, dabei als "schon sehr modern". Die These, dass die mittelalterliche Wirtschaft eher kreisförmig denn nach "Zentral- und Nebenräumen" strukturiert gewesen sei, werde im großen und ganzen überzeugend belegt. Harsche Kritik muss sich nur der Verlag gefallen lassen, der das Buch schlampig lektoriert habe. Fehlende Übersetzungen, unbrauchbare Karten und eine außerordentlich schlechte englische Zusammenfassung fallen, so Lhotzky, "störend ins Auge".
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