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Klappentext
Aus dem Italienischen von Barbara Krohn. Es liegt ein Gewitter in der Luft, als De Luca auf der staubigen Landstraße von Bologna nach Rom unterwegs ist. Da spricht ihn Brigadiere Leonardi an: Es ist 1945, die Faschisten sind besiegt, aber noch wird jeder Reisende argwöhnisch kontrolliert. Widerwillig folgt De Luca dem Brigadiere ins Dorf und begleitet ihn zum Tatort eines schauerlichen Verbrechens - die ganze Familie der Guerras liegt erschlagen vor ihrem Haus. Die Lösung des Falls wird für De Luca, der selbst ein dunkles Geheimnis verschweigt, zu einer gefährlichen Gratwanderung, bei der Begriffe wie Lüge und Wahrheit, Treue und Verrat bald keine Gültigkeit mehr haben.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 04.07.2000
In einer Sammelbesprechung rezensiert Robert Brack zwei italienische Kriminalromane: "Besser tot" von Marcello Fois und "Der trübe Sommer" von Carlo Lucarelli. Zur Tradition der angloamerikanischen Kriminalliteratur gehört auch die "Kolonisation von Schausplätzen", meint Robert Brack und verweist auf die in Italien angesiedelten Romane von Donna Leon und Michael Dibdin. Abgesehen von Fruttero & Luccentini weiß man hierzulande dagegen nichts über italienische Krimiautoren, klagt Brack. Zwei dieser Autoren sind nun übersetzt und werden von Robert Brack unterschiedlich geschätzt.
1) Marcello Fois: "Besser tot" (Scherz Krimi)
Ins winterliche Sardinien führt der in kurzen Kapiteln gehaltene Roman von Marcello Fois, dessen Stil Brack als ebenso "karg und gnadenlos wie die Landschaft" bezeichnet. Auf die Dauer wirkt das von Fois entworfene soziale Panorama der Inselprovinz und ihrer spröden Bewohner etwas bemüht auf den Rezensenten, der vom Autor etwas unaufdringlichere Sozialkritik, dafür aber etwas mehr Lebendigkeit erwartet hat. Dass der Verlag das Buch ohne Nennung eines Übersetzers auf den Markt gebracht hat, erwähnt der Rezensent nicht.
2) Carlo Lucarelli: "Der trübe Sommer" (Piper)
Robert Brack vergleicht Lucarelli mit Georges Simenon: sein Commissario De Luca sei eine Art "gefallener Maigret". Dies verstehen wir durchaus als Kompliment. Brack ist angetan von den kurzen Romanen Lucarellis, dessen Protagonist als ein politisch keinesfalls korrekter Mensch zu betrachten ist. "Der trübe Sommer" spielt sich im Sommer 1945 ab, im Machtvakuum zwischen Partisanen und anrückenden Allierten, das politische Verstrickungen und kriminalistische Rätsel bereit hält. Lucarelli habe ein"vorzügliches Gespür für Atmosphäre", schreibt Brack anerkennend, und seine Charaktere seien komplex gestaltet.
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