Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Carl Hegemann (Hrsg.)

Einbruch der Realität: Politik und Verbrechen

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Cover: Einbruch der Realität: Politik und Verbrechen

Alexander Fest Verlag, Berlin 2002
ISBN-10 3895810851
ISBN-13 9783895810855
Broschiert, 200 Seiten, 7,80 EUR

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Klappentext

Mit meist farbigen Abbildungen. Die Volksbühnenpublikation "Einbruch der Wirklichkeit" dokumentiert Vorträge und Diskussionen dieser Reihe und ist eine Fortsetzung der 2000 und 2001 erschienenen drei Bände "Kapitalismus und Depression". Sie enthält neben einer Erzählung von E. T. A. Hoffmann Beiträge von Mathias Bröckers, Frank Castorf, Boris Groys, Navid Kermani, Tobias Rapp, Gregor Gysi und Judith Wilske, die sich zwanglos in den Kontext von Frank Castorfs neuster Volksbühnen-Inszenierung "Der Meister und Margarita" fügen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.10.2002

"Es geht doch nichts über ein bisschen soziale Desorientierung", meint Sonja Zekri und spielt damit auf eine Reihe von Sammelbänden "im halbierten Taschenbuchformat" der Berliner Volksbühne an, die aktuelle Inszenierungen des Theaters um eine Zusammenstellung von Essays, Interviews und literarische Auszüge aus neuen und alten Werken ergänzen soll. Im aktuellen Band "Politik und Verbrechen", ein Begleitband zu Frank Castorfs Inszenierung von Bulgakows "Meister und Margerita", erwarten den Leser sogar, verrät die Rezensentin, vier mit einem Siegel versehene, zugeklebte Seiten, deren Inhalt laut Herausgeber Carl Hegemann auf den Index gehörten. Dabei, wundert sich Zekri, dürfte der letzlich so gefährlich sein wie ein "Fruchtzwerge-Spot". Sei's drum, die Rezensentin ist trotzdem begeistert. Von Seite zu Seite werde diese Zusammenstellung so "verschroben", dass am Ende darin die Texte beginnen, "miteinander zu wispern". Die Texte von E.T.A. Hoffmann und Navid Kermani beschäftigten sich mit Märtyrern, Dreh- und Angelpunkt sei der 11. September. Auch wenn Zekri nicht versteht, was Selbstmordattentäter mit der versiegelten Botschaft, Geld mache glücklich, zu tun haben soll, kann sie diese kleine Lektüre mit "starkem Sammel-Appeal" nur wärmstens empfehlen.

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