Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.06.2000
Karl Christ weist in seiner Rezension zunächst darauf hin, dass er den Titel des Buchs für ein wenig irreführend hält, da es sich hier nicht um eine "partielle Literaturgeschichte" handele. Ansonsten zeigt sich Christ von dieser "ausgezeichneten Habilitationsschrift" jedoch mehr als begeistert. Meißner habe in "durchaus origineller" Weise die Entstehung und Überlieferung technischer Errungenschaften dargestellt, und könne dies auch auf eine Art vermitteln, die nicht nur für Fachleute gewinnbringend sei. Christ hebt besonders Meißners Berücksichtigung der verschiedensten technischen Bereiche - von der Architektur bis zur Medizin - hervor, die er stets im "gesellschaftlichen, politischen und historischem Zusammenhang" beleuchte. Dabei hat sich der Autor - wie Christ findet - sehr fundiert mit Fragen der ökonomischen Rationalität und der Vermittlung, aber auch mit ethischen Aspekten (beispielsweise bei Medizinern) und mit Ausbildungsproblemen befasst. Besonders beeindruckt zeigt sich der Rezensent von den zahlreichen ausgewerteten Quellen und der ungewöhnlich umfangreichen Bibliografie. Bedauerlich findet er lediglich, dass der Bereich der Nautik nur knapp behandelt wurde und dass der Band zahlreiche Druckfehler aufweist. Insgesamt bescheinigt er der Studie jedoch eine "grundlegende Funktion".
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