Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bora Cosic

Eine kurze Kindheit in Agram

1932-1937

Cover: Eine kurze Kindheit in Agram

Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2011
ISBN-10 3895615854
ISBN-13 9783895615856
Gebunden, 157 Seiten, 18,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Serbischen von Brigitte Döbert. Der große serbische Erzähler erinnert sich an seine prägenden Jahre in Agram, wie Zagreb früher hieß. Dabei geht der Autor diesmal zurück an den Anfang seiner Welt und versetzt sich mit einer schwebend reflektierenden Sprache in die Denkweise eines Kleinkindes, um staunend die Rätsel des Lebens zu enthüllen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2012

Vor seinem achtzigsten Geburtstag hat der in Berlin lebende serbische Schriftsteller Bora Cosic noch einmal eine große Energie entwickelt und, bei verschiedenen Verlagen, gleich zwei Erinnerungsbände herausgebracht, die Jörg Plath mit viel Sympathie gelesen hat. In der "Kurzen Kindheit in Agram" blickt Cosic auf seine frühen Jahren in Zagreb zurück, eine Zeit ohne Bewegung und die Fähigkeit zu lesen, dominiert von Dingen. Im Hotel Majestic lässt Cosic die große Zeit der Belgrader Surrealisten wiederaufleben, in deren Kreisen er gelebt und gearbeitet hat, und von denen er, wie Plath meint, seinen "freundlichen Anarchismus" gelernt hat.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.12.2011

Karl-Markus Gauß empfiehlt wärmstens diesen Roman des 1932 in Zagreb geborenen Bora Cosic, um einen europäischen Erzähler "von Rang" kennen zu lernen. Der Autor verknüpft darin seine eigene frühe Kindheit mit dem Porträt der Stadt, deren alter, habsburgischer Name Agram lautet, und es gelingt ihm, sich in die Perspektive des Kindes zurückzuversetzen, ohne in "falsche Unmittelbarkeit" zu geraten, lobt der Rezensent. Er liest fasziniert von der Macht der Dinge, die das Kleinkind ängstigt und beeindruckt und die erst durch die nebenbei erworbene Lesefähigkeit gebrochen wird. Natürlich entgeht den Lesern, die Miroslav Krlezas Erinnerungsbuch "Kindheit in Agram" von1942 nicht kennen, so manche feine Anspielung, mit der Cosic darauf Bezug nimmt, stellt Gauß klar. Das mindert aber den Genuss dieses "bezaubernden" Buchs überhaupt nicht, versichert der Rezensent.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren