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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bodo Hell

Tracht : Pflicht

Lese- und Sprechtexte

Cover: Tracht : Pflicht

Droschl Verlag, Graz - Wien 2003
ISBN-10 3854206321
ISBN-13 9783854206323
Gebunden, 236 Seiten, 19,00 EUR

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Klappentext

Mit 2 Bildreihen von Hil de Gard. Wie im Wort "Tracht" das fleißig Eingeheimste der Bienen genauso wie eine Tracht Prügel mitschwingt und wie in der Pflicht zur Tracht eo ipso der Widerstand gegen die unbefragt konventionelle Form angestachelt wird, so sind im neuen Textbuch von Bodo Hell die Fundstücke aus der Natur- und Medienwelt zu Sprach- und Sprechkonvoluten gesammelt, nämlich in einer Art TextWabenStock aufgehoben. Durch die elaborierte Technik des Vorführens, Verschneidens und Montierens schlägt der uns allen bekannte Sprachgebrauch auf die Intentionen der Verwendung zurück. Es sind Spracharbeiten zu vielerlei Gegenständen - andere Natur/Wahrnehmung, masculin/feminin, kleine Anthropologien/Körper, Stichwort Stadt, im Stau, Nachruf Tod und andere - und aus vielen Jahren, darunter auch der früheste Text von Bodo Hell aus dem Jahr 1972 und die jüngsten Texte, die auch in seinem neuen Theaterstück (mit dem gleichnamigen Titel "Tracht : Pflicht"), uraufgeführt im März 2003 in Graz, zu hören sind.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2004

Mit der schlichten Logik des Narrativen hat es der österreichische Autor Bodo Hell nicht so sehr, stellt der Rezensent Günther Stocker gleich zu Beginn fest. Umso mehr aber mit dem Sprachspiel und Sprachzauber. Seine Texte, die Hell mit viel Erfolg oft selbst vorträgt, zeichnen sich aus durch "rhythmische Strukturen, Assonanzen und Wortspiele", unverkennbar die Orientierung an den Großmeistern der "Wiener Gruppe". Disparat allerdings die Themen und Gegenstände seiner in Richtung Lyrik tendierenden Prosatexte. Von Philosophischem und Gelehrtem reicht das zu Beobachtungen des Alpenlands, die daher rühren, dass Hell die Sommer als Senner im Dachsteingebiet verbringt, schreibt unser Rezensent. Nicht alle, aber doch die gelungenen Texte "funkeln", so Stocker, "vor sprachlichem Witz und poetischer Frische".

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