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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bob Brier

Der Mordfall Tutanchamun

Piper Verlag, München 2000
ISBN-10 3492041590
ISBN-13 9783492041591
gebunden, 350 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Er wurde keine 20 Jahre alt, und doch ist kein Pharao bekannter als Tutanchamun. Warum musste der König so jung sterben? Der Ägyptologe Bob Brier stellt eine aufsehenerregende These auf: Tutanchamun wurde ermordet - und er beweist auch, von wem. Wie ein Detektiv unserer Tage analysiert Bob Brier diesen Kriminalfall, der mehr als 3000 Jahre zurückliegt. Mit modernen forensischen Methoden untersuchte er die Röntgenaufnahmen von der Mumie Tuatanchamuns und verglich seine Ergebnisse mit den überlieferten Erkenntnissen der Wissenschaft. Bob Brier entfaltet das atemberaubende Bild einer beispiellosen Intrige am Hof, die zum Staatsstreich führte und schließlich zum äußersten, zum undenkbaren Verbrechen: der kaltblütigen Ermordung des gottgleichen Pharaos.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.06.2000

In einer Doppel-Besprechung widmet sich Konstantin Korosides den folgenden beiden Büchern zum Alten Ägypten:
1) Bob Brier: "Der Mordfall Tutanchamun" (Piper Verlag)
Der New Yorker Professor für Paläopathologie ("die Wissenschaft für Krankheiten in frühester Zeit", so der Rezensent) hat die These aufgestellt, der legendäre Pharao Tutanchamun sei nicht aufgrund einer Krankheit im Alter von neunzehn Jahren gestorben, sondern einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Sein Indiz: die röntgenologische Untersuchung des Schädels, auf der eine Stelle am Hinterkopf als Folge einer Schlagverletzung deutbar ist. Diese These des "sachlich-anschaulichen" Buches "macht Sinn", so Korosides, weil der junge Pharao, der zunächst von einem Vormund vertreten werden musste, durch seine Volljährigkeit die höfischen Hierarchien bedroht hätte. Nach Brier kommt sein Vormund Haremhab als Mörder in Frage, der anschließend elf Jahre das Land regiert hat.
2) Robert Zacco: "Ich, Nofretete" (dtv)
Der nahezu zeitgleich mit Briers Sachbuch erschienene Roman über die Gemahlin Echnatons versteigt sich, so Korosides, "oft ins Triviale". Ohne sich auf historische Erkenntnisse zu beziehen wird über sexuelle Ausschweifungen Nofretetes und "homosexuelle Lustbarkeiten am Hofe des Pharao" fabuliert und, schlimmer noch, die "berühmten Briefe aus Amarna" werden als Tagebücher Nofretetes bezeichnet. Der Rezensent ist recht empört, aber er lobt dennoch, was ihm gefallen hat, nämlich wie der Autor das Skandalon der damaligen Zeit (14.Jhdt. vor Ch.) nachempfindet: den Versuch der Durchsetzung des Monotheismus durch Echnaton.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren