Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Beverly Naidoo

Die andere Wahrheit

Roman. (Ab 14 Jahre)

Cover: Die andere Wahrheit

Erika Klopp Verlag, Hamburg 2002
ISBN-10 3781713822
ISBN-13 9783781713826
Gebunden, 336 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Salah Naoura. Nigeria zur Zeit der Militärdiktatur. Die Familie eines couragierten Journalisten ist ständigen Repressalien ausgesetzt. Eines Tages wird seine Frau von den Regierungstruppen ermordet. Die Kinder (13 und 10 Jahre alt) werden in einer Nacht - und Nebelaktion nach London geschmuggelt, wo ein Onkel sie erwarten soll. Die Flucht gelingt, doch der Onkel ist nicht zur Stelle, und auch die Frau, die sie hergeschmuggelt hat, ist plötzlich verschwunden ...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.05.2002

Die zwölfjährige Sade und ihr Bruder Femi hören den Schrei ihres Vaters: der oppositionelle nigerianische Journalist muss die Ermordung seiner Frau mitansehen. Die Kinder können ins Exil nach London entkommen und erleben dort "eine geographische und seelische Odyssee". Sie kommen zu einer Frau, die sich um elternlose Kinder kümmert, erst nach einem halben Jahr gelingt ihrem Vater die Ausreise nach London. Die Autorin war selbst Widerstandskämpferin in Südafrika, der Roman ist, wie Roswitha Budeus-Budde sogleich feststellt, alles andere als "Mitleidsliteratur". Die Figur der Sade sei Naidoo ausnehmend nachvollziehbar geraten, der Roman "spannend erzählt". Es gibt, betont die Rezensentin, keinerlei "Schwarz-Weiß-Malerei", Naidoo spart nicht mit Kritik an England, wo Sades Vater wegen falscher Ausweispapiere gleich wieder verhaftet wird. Die Botschaft dieses Buches, eine Einsicht, zu der Sade erst am Ende gelangt: "Wenn wir die Ungerechtigkeit verschweigen, dann wird sie gewinnen."

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