Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Wo hat Effi Briest gewohnt, als sie in Berlin lebte? Wo Leutnant Botho von Rienäcker Dienst getan? Und in welcher Gastwirtschaft hat Leopold Treibel statt einer zweiten Tasse Kaffee nur ein Glas Milch serviert bekommen, weil seine Mutter den Kellner dafür bezahlte? Fontanes Berlin begibt sich auf unterhaltsame Weise auf Spurensuche zu den Berliner Schauplätzen von Fontanes Romanen. Der Band besticht durch fast 200 Fotografien und Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert, und selbst Fontane-Kenner werden überrascht sein, was es da alles zu entdecken gibt. Weil sich aber so vieles seither verändert hat, stehen den Bildern von damals jeweils aktuelle Fotos von heute gegenüber. So ist dieses Buch auf zweierlei Weise unterhaltend. Anhand der Schauplätze werden von L Adultera über Effi Briest bis zum Stechlin alle Romane Fontanes, die ganz oder teilweise in Berlin spielen, in ihrem Inhalt nacherzählt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2011
Wie bereichernd für die Fontane-Lektüre ein Apparat mit Kommentar und Erläuterungen sein kann, weiß Tilman Spreckelsen genau. Schon die Spannung aus den in Karten und Dokumenten festgehaltenen Realien und Fontanes Romanwelten erscheint ihm die Mühe wert. Bernd Seilers Band beglückt ihn zudem mit seinem üppigen Bildteil zu Fontanes Berlin-Romanen. Mit dem Buch in der Hand, mit Fontanes Text und Seilers "gut erläuterter Bildstrecke", wandelt er auf den Spuren der Treibels durch Berlin und lässt sich auch durch moderne, die schöne Illusion durchbrechende Bauten nicht ernüchtern.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.12.2010
Nicht nur vom Leiden Fontane'scher Figuren an dem Getrampel und Möbelgerücke bei den Hausbewohnern "von oben drüber" kann auch Gustav Seibt ein Liedchen singen. Mit Fontanes Romanen in der Hand und neuerdings eben mit diesem, wie er findet, philologisch vorzüglich gemachten Buch von Bernd W. Seiler, spaziert der Rezensent durch die alte Berliner Mitte bis runter nach Treptow und zurück und findet so manches wieder, was hier wie dort beschrieben ist: Weidendammr Brücke, Wirtshaus Zenner, "Eierhäuschen". Das Übertragen der Texte Fontanes in die räumliche Dimension mittels historischer Stadtpläne, Fotos, Postkarten und Adressbücher zeigt Seibt, wie genau Fontane arbeitete, und außerdem die literaturhistorische Tatsache des "Referenzdrucks" in einer immer mehr sich diversifizierenden Welt. Für Seibt eine Art Google Street View avant la lettre.
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