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Klappentext
Ein liebeskranker Lehrer, ein ausgeflippter Deutschafrikaner und ein musikalisches Wunderkind aus Litauen auf dem Trip ihres Lebens, von München durch Osteuropa nach Istanbul. Unter den Fittichen eines alternden Folkstars und seiner unsterblichen Songs. "Becks letzter Sommer" ist Künstlerroman, Roadmovie und Odyssee durch die Anfechtungen von Genialität und Mittelmaß.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2009
(Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe)
Warum Rezensent Martin Wittmann diesen schon in den Neunzigern verfassten Roman erst im Taschenbuch bespricht, ist eigentlich rätselhaft, wenn man zugleich bedenkt, dass der Roman alles in allem wohl nicht in Erinnerung bleiben wird. Gewiss: Die Figur des abgehalfterten Lehrers Beck gefällt dem Rezensenten. Auch sein Verhältnis zum 17-jährigen litauischen Rockgenie Rauli und die verzagten Schwärmereien für Schülerinnen. Dann aber will der Roman zum Roadmovie werden und richtige Action produzieren. Da steigt Wittmann zwar nicht aus, denn die Story scheint so flüssig erzählt, dass man immerhin wissen will, wie's weitergeht, aber er winkt doch ab, hier wird ihm Wells allzu klischeehaft: "Die B-Seite - so heißt der zweite Teil des Buches in Wells' Vinylsprache - ist eben nur eine B-Seite."
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.12.2008
Respekt zollt Jan Söfjer diesem Debüt-Roman von Benedict Wells. Die Frage, ob es dem erst 24-jährigen Schriftsteller gelungen ist, überzeugend über die Lebenskrise eines 37-jährigen Deutsch-Lehrers zu schreiben, der viel lieber Rockmusiker geworden wäre, beantwortet er mit einem eindeutigen Ja. Er schätzt die Beschreibung des Road-Trips des Lehrers durch Osteuropa nach Istanbul, die zur "Sinnsuche im Innenleben der Protagonisten" wird. Dabei hebt er hervor, dass hinter dem Roman keineswegs nur die freischwebende Fantasie des Autors steckt, sondern auch abenteuerliche Erfahrungen. Besonders haben ihm offenbar Wells' "schmissige Dialoge" gefallen. Mit Lob bedenkt er zudem den Umstand, dass der Autor bei der Umsetzung seines Themas der Selbstverwirklichung und des Künstlerwerdens nicht dem Klischee einer "vollkommenen Befreiung" aufgesessen ist.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.11.2008
?Keine Manierismen, keine Verquastheit, keine Bildungshuberei? und auch keine ?ermüdenden Aufzählungen? von Bands oder Marken zwecks Dokumentation von Zeitgenossenschaft ist (ausgerechnet) für Rezensent Florian Illies ein deutliches Qualitätsmerkmal dieses Debütromans des 23-jährigen Münchner Autors. Dessen Protagonist ist Illies' Informationen zufolge ein gelangweilter 37-jähriger Musiklehrer an einer staatlichen Schule, der eines Tages ein 17-jähriges litauisches Gitarrenwunderkind entdeckt. Die Geschichte, die der Rezensent sich hier entspinnen sieht, findet er ?angenehm grotesk und sonderbar?. Er spürt darin das ?essentielle Vibrieren? des Autors und kommt zu dem Ergebnis, dass Benedikt Wells auch eine Geschichte zu erzählen hat. Allerdings verrät der Rezensent nicht, welche, sondern nur, dass der Musiklehrer mit seinem jungen Schützling sowie einem deutsch-afrikanischen Freund eine Autofahrt von München durch den halben Ostblock nach Istanbul unternehmen will und viel von Bob Dylan die Rede ist.
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