Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bela Zsolt

Neun Koffer

Neue Kritik Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN-10 3801503356
ISBN-13 9783801503352
gebunden, 394 Seiten, 24,54 EUR

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Klappentext

Als Béla Zsolt, führender ungarischer Publizist der Zwischenkriegszeit, im September 1939 von Paris aus die Flucht plant, werden ihm die neun Koffer seiner Gattin zum Verhängnis. Der einzige Zug, in dem sämtlich Koffer Platz finden, ist der Zug zurück nach Budapest. Die nächsten Jahre vergehen mit Arbeitsdienst, Gefängnis und Ghetto. Zsolts Erinnerungen aus dieser dunklen Zeit sind eine Verquickung von Erzählung und Reflexion.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.03.2000

Als "Flaschenpost" sei dieses unvollendete Buch des ungarisch-jüdischen Journalisten und Schriftstellers auf uns gekommen, schreibt Susanne Simor. Betroffen macht sie vor allem, dass in dieser Geschichte von Flucht, Deportation und Tod die Familie, die im Alltag lebenserhaltend sei, in der Extremsituation des Krieges und des Holocausts zum Verhängnis werde, weil man nicht voneinander lassen will, obwohl man allenfalls als Einzelner Überlebenschancen hätte. Simor verweist darauf, dass das Buch des mit 54 Jahren nach dem Krieg verstorbenen Autors im kommunistischen Ungarn erst 1980 erscheinen durfte. Die deutsche Neuauflage, so berichtet sie, sei bei ungarischen Nationalisten auf Protest gestoßen - denn die Kollaboration der Ungarn scheint darin eine wichtige und deprimierende Rolle zu spielen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren