Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Barry Lopez

Als ich aus der Welt verschwand

Roman

Cover: Als ich aus der Welt verschwand

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3100453115
ISBN-13 9783100453112
Gebunden, 222 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Hans J. Balmes. Barry Lopez erzählt von neun Freunden, die in alle Welt verstreut leben. Plötzlich erhalten sie einen Brief von der Regierung, die sie nach ihrer Haltung befragt, doch statt sich zu rechtfertigen, berichten sie von ihrem Leben: In der Wüste stößt eine junge Frau auf eine antike, vom Sand begrabene Oase und spürt die Gegenwart all der Menschen, die ihr Worte für die tausend Formen der Dünen hinterlassen haben. In Buenos Aires beobachtet eine Architektin, wie ihre Familie an Krankheit und Betrug zugrunde geht, doch sucht sie nach einem neuen Verständnis von Mitleid. Ein Grizzly-Bär scheint das Leben eines Mannes heimzusuchen und ihm ein Zeichen zu geben, das in Kiefern über dem Rio de la Plata genauso leuchtet wie in dem Nachthimmel über der Wüste.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.11.2008

Zwiespältig ist Georg Sütterlins Lektüreeindruck von Barry Lopez' jüngstem Buch, in dem der  Autor neun fiktive amerikanische Expats - Künstler, Handwerker, eine Landschaftsarchitektin oder Umweltaktivisten - erzählen lässt, gegen welche Tendenzen in den USA sie sich auflehnen und was sie immer wieder in weite Fernen treibt, fasst der Rezensent zusammen. Die Sorge um die Umwelt, die Demokratie oder den Umgang der Menschen miteinander, die diese verschiedenen Ich-Erzähler umtreibt und die in diesen Porträts ihren Ausdruck finden, erscheinen Sütterlin durchaus "respektabel", wie er versichert. Dennoch will ihm der sie einende emphatische Tonfall etwas pubertär erscheinen und der humorlose Weltverbesserungsimpetus geht ihm ziemlich auf die Nerven. Auch literarisch überzeugt ihn Lopez nicht immer, so bemängelt Sütterlin hohle Phrasen oder platte Metaphern. An anderer Stelle aber hat der Rezensent dann wieder eindrucksvolle Bilder und kluge Betrachtungen gefunden, die ihn doch wieder für den Band einnehmen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren