Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Barbara Piatti

Rousseaus Garten. Le jardin de Rousseau

Eine kleine Kulturgeschichte der St. Petersinsel von Jean-Jacques Rousseau über die Schweizer Kleinmeister bis heute; Petit periple histotique dans l' ile Saint-Pierre de Jean-Jacques Rousseau aux petits

Schwabe Verlag, Basel 2001
ISBN-10 3796517331
ISBN-13 9783796517334
Kartoniert, 223 Seiten, 17,00 EUR

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Klappentext

Mit zahlreichen farbigen und schwarzweißen Abbildungen. Wie wird eine schöne, aber gänzlich unbekannte Insel zum europaweit bekannten Reiseziel, ja zu einem Mythos? Barbara Piatti geht dieser Frage in ihrer Kulturgeschichte der St. Petersinsel im Bielersee nach. Sie stellt die wechselvolle Geschichte, die malerische Landschaft und ihren berühmtesten Bewohner Jean-Jacques Rousseau vor. Rousseau hat 1765 einige Wochen hier verbracht. Seine Schilderungen der Insel und die Souveniralben der Schweizer Kleinmeister haben den bis dahin völlig unbekannten Flecken Land buchstäblich umgestaltet: zu einem Arkadien mitten in der Schweiz. Aus ganz Europa reisten Literatur- und Naturbegeisterte heran, um auf den Spuren des Denkers zu wandeln und um die Magie des Ortes zu entdecken.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.03.2002

Leicht mokant, und doch, so nehmen wir an, mit echter Rührung bespricht Ursula Pia Jauch diesen "schönen Band", skizziert zunächst Rousseau als einen der tränenreichsten Dichter seines Jahrhunderts und zitiert einen seiner berühmtesten Sätze: "Geboren zu sein, war mein erstes Unglück." Nur auf der St.-Peters-Insel im Bielersee sind von Rousseau selbst einige Wochen reinsten Glücks und Einsseins mit der Natur überliefert - ihnen scheint sich der Band unter Zuhilfenahme zahlreicher Texte und Bilder aus der Epoche zuvörderst zu widmen. Jauch macht deutlich, wie Rousseaus Erinnerungen an die Insel aus den "Träumereien" eines einsamen Spaziergängers das neue Naturverhältnis und ein neues Ideal des Glücks ins 19. Jahrhundert transportierten, das die St.Peters-Insel transportierten. Ein wahrer touristischer Kult wird seitdem um die Insel getrieben. Ohne dass Jauch im einzelnen über die Machart des Bandes spricht, entnimmt man ihrer Lektüre, dass er durchaus geeignet sein muss, auch heutige Spaziergänger zu Meditationen anzuregen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.02.2002

Rousseau ein Popstar? Das hätte Rezensentin Franziska Meier nicht erwartet. Doch in dieser "gelungenen Mischung aus literarischem Reiseführer und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts" erfährt sie, dass Rousseau durch seine Beschreibung die Petersinsel zu einer Tourismusattraktion gemacht und in ein "regelrechtes Rousseau-Museum" verwandelt hat. Aber nicht nur die Aufklärung über Wurzeln des Tourismus und Starkults hat Meier ausgezeichnet gefallen. Sie schätzt den Band auch wegen der schönen Bilder, wegen der Aufmachung und weil er so "anschaulich, leicht und souverän erzählt" ist.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren