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Barbara Piatti
Rousseaus Garten. Le jardin de Rousseau
Eine kleine Kulturgeschichte der St. Petersinsel von Jean-Jacques Rousseau über die Schweizer Kleinmeister bis heute; Petit periple histotique dans l' ile Saint-Pierre de Jean-Jacques Rousseau aux petits
Klappentext
Mit zahlreichen farbigen und schwarzweißen Abbildungen. Wie wird eine schöne, aber gänzlich unbekannte Insel zum europaweit bekannten Reiseziel, ja zu einem Mythos? Barbara Piatti geht dieser Frage in ihrer Kulturgeschichte der St. Petersinsel im Bielersee nach. Sie stellt die wechselvolle Geschichte, die malerische Landschaft und ihren berühmtesten Bewohner Jean-Jacques Rousseau vor. Rousseau hat 1765 einige Wochen hier verbracht. Seine Schilderungen der Insel und die Souveniralben der Schweizer Kleinmeister haben den bis dahin völlig unbekannten Flecken Land buchstäblich umgestaltet: zu einem Arkadien mitten in der Schweiz. Aus ganz Europa reisten Literatur- und Naturbegeisterte heran, um auf den Spuren des Denkers zu wandeln und um die Magie des Ortes zu entdecken.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.03.2002
Leicht mokant, und doch, so nehmen wir an, mit echter Rührung bespricht Ursula Pia Jauch diesen "schönen Band", skizziert zunächst Rousseau als einen der tränenreichsten Dichter seines Jahrhunderts und zitiert einen seiner berühmtesten Sätze: "Geboren zu sein, war mein erstes Unglück." Nur auf der St.-Peters-Insel im Bielersee sind von Rousseau selbst einige Wochen reinsten Glücks und Einsseins mit der Natur überliefert - ihnen scheint sich der Band unter Zuhilfenahme zahlreicher Texte und Bilder aus der Epoche zuvörderst zu widmen. Jauch macht deutlich, wie Rousseaus Erinnerungen an die Insel aus den "Träumereien" eines einsamen Spaziergängers das neue Naturverhältnis und ein neues Ideal des Glücks ins 19. Jahrhundert transportierten, das die St.Peters-Insel transportierten. Ein wahrer touristischer Kult wird seitdem um die Insel getrieben. Ohne dass Jauch im einzelnen über die Machart des Bandes spricht, entnimmt man ihrer Lektüre, dass er durchaus geeignet sein muss, auch heutige Spaziergänger zu Meditationen anzuregen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.02.2002
Rousseau ein Popstar? Das hätte Rezensentin Franziska Meier nicht erwartet. Doch in dieser "gelungenen Mischung aus literarischem Reiseführer und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts" erfährt sie, dass Rousseau durch seine Beschreibung die Petersinsel zu einer Tourismusattraktion gemacht und in ein "regelrechtes Rousseau-Museum" verwandelt hat. Aber nicht nur die Aufklärung über Wurzeln des Tourismus und Starkults hat Meier ausgezeichnet gefallen. Sie schätzt den Band auch wegen der schönen Bilder, wegen der Aufmachung und weil er so "anschaulich, leicht und souverän erzählt" ist.
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