Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Barbara Leisner

Ich würde es genauso wieder machen

Sophie Scholl

Cover: Ich würde es genauso wieder machen

List Verlag, München 2000
ISBN-10 3612650599
ISBN-13 9783612650597
Taschenbuch, 279 Seiten, 8,64 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Sophie Scholl gehört zu den beeindruckendsten Frauen des 20. Jahrhunderts. Dennoch ist sie bisher kaum als eigenständige Person gewürdigt worden, sondern vor allem als Mitglied der Weißen Rose. Entsprechend konzentrierte sich die Betrachtung auf ihre letzten Lebensjahre. Doch was weiß man wirklich von dem Mädchen Sophie? Barbara Leisner beschreibt erstmals Sophie Scholls Wesen in seiner Entwicklung: von der frühen Begeisterung für den Nationalsozialismus und Adolf Hitler bis zum aktiven Widerstand, den sie 1943 mit dem Leben bezahlt. Die Autorin hat nicht nur die Quellen neu erforscht und die erst seit 1989 zugänglichen Verhörprotokolle mit einbezogen; sie hat auch mit zahlreich, bisher noch kaum befragten Zeitzeugen gesprochen - u.a mit der Schwester Sophie Scholls, Elisabeth Hartnagel, und Fritz Hartnagel, dem früheren Freund Sophie Scholls.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.09.2001

Aufschlussreich und deshalb auch lohnenswert findet Sabine Fröhlich diese Biografie, die sehr nachvollziehbar aufzurollen scheint, wie Sophie Scholl sich in ihrer Jugend von ihrer anfänglichen Begeisterung für das Hitler-Regime distanzierte und sich politisch emanzipierte. Die Rezensentin findet, dass die verschiedenen Quellen, die für dieses Buch herangezogen wurden - Interviews mit Zeitzeugen, Briefe und Verhörsprotokolle - ein komplexes Bild der Widerstandkämpferin vermitteln und sie vor "einen sorgfältig ausgeleuchteten Hintergrund" stellen.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.07.2000

Marlis Jost ist sehr angetan von der Untersuchung, der es gelinge, aus der durch zahlreiche Veröffentlichungen gut erforschten Lebensgeschichte Sophie Scholls neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die Rezensentin begrüßt die Auswertung neuen Quellenmaterials und schwärmt von dem "vielschichtigen Porträt", das der Autorin gelungen sei. Jost lobt besonders ihre Fähigkeit, einen prägnanten Eindruck vom Lebensgefühl Scholls vor ihrer Arbeit im Widerstand zu vermitteln und die Gründe für die Abwendung vom Nazi-Regime schlüssig darzulegen. So sei es der Autorin gelungen, eine "längst zur Ikone der Erinnerungskultur erstarrte Frauenfigur behutsam vom Sockel zu holen" und Scholls politisches Handeln als "praktische Konsequenz" ihrer intellektuellen Entwicklung darzustellen.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren