Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Ulrike Becker und Claus Varrelmann. Wenn Tiere Gefühle und Bewusstsein haben, was ernsthaft niemand mehr bestreiten kann, müssten sie auch Geschichten haben. In "Der weiße Knochen", einem Roman, der vollkommen aus der Perspektive afrikanischer Elefanten erzählt ist, schafft Barbara Gowdy eine ganz eigene Welt, ein Universum der Elefanten, zu der ihre Familienstammbäume genauso gehören wie ihre Gesänge und ihre spirituellen Vorstellungen. Und doch spiegelt sich in ihrer Welt unsere auf seltsame Weise wieder. Ein Elefant vergisst nie: Wir alle kennen diesen Spruch. Aber wie wäre es, ein Wesen zu sein, das sich an wirklich alles erinnert?
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2000
Dieser Roman ist, der Rezensentin Tanya Lieske zu glauben, ein absolutes Kuriosum: er ist aus der Perspektive von Elefanten geschrieben, billigt ihnen Sinn und Verstand und eine Göttin namens "Sie" zu und lässt die Menschen als bloße "Hinterbeiner" als trauriges Abfallprodukt der Elefanten-Evolution erscheinen. Lieske findet den Roman zwar ziemlich sentimental, liefert aber eine so ausführliche Nacherzählung, dass man ihr wohl eine gewisse Faszination für das Buch nachsagen kann.
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