Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.11.1999
Reinhard Osteroth hat beide Bände von "Jenseits des großen Meeres" besprochen, Band 1 "Die Flucht" und Band 2 "Der blinde Passagier": Zwei Bücher über die Emigration aus dem armen Irland ins verheißungsvolle Amerika, aber auch zwei Bücher mit Privatdetekiven und entlaufenen Söhnen böser Lords. "Einfacher Lesestoff für die frühen Freuden am dicken Schinken", meint Osteroth. Der Rezensent lobt die "sorgfältigen Dialoge" und auch, dass sich der Autor Zeit nimmt, um etwa die Häfen des 19. Jahrhunderts eindringlich zu beschreiben.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
In einer Sammelrezension bespricht Siggi Seuss vier Abenteuerromane. 1) "Jenseits des großen Meeres" Bd. 1: "Die Flucht" und Bd. 2: "Der blinde Passagier": Seuss fühlt sich bei diesen beiden Bänden AVIs (ein dritter und letzter Band ist geplant) an die Abenteuer-Romane von Dickens, Twain oder Stevenson erinnert, zumindest was Stil und Thematik betrifft. AVI könne es zwar mit der Phantasie der literarischen Vorbilder nicht ganz aufnehmen, Seuss lobt aber die Verknüpfung von Fiktion und Realität als "überaus geschickt". 2) "Boston! Boston!": An diesem Roman lobt Seuss die glaubwürdige Gestaltung des "historischen und biografischen Hintergrunds", kritisiert allerdings die bisweilen mit wenig Phantasie konstruierten Dialoge und die Übersetzung. Jedoch falle diese Schwäche angesichts der Dramatik des Romans kaum ins Gewicht. 3) "Der weite Weg nach Westen": Hier gefällt Seuss besonders, dass der Leser plötzlich feststellt, wie sich Klischees vom Wilden Westen beiläufig in Luft auflösen bzw. einem Blick auf die realen Verhältnisse dieser Zeit weichen. Schön sei auch, dass die Geschichte - obwohl Annie auf ihrer gefährlichen Reise um so manche Erkenntnis reicher werde - frei von "didaktischen Massnahmen" sei.
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