Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Astrid von Friesen
Der lange Abschied
Psychische Spätfolgen für die 2. Generation deutscher Vertriebener
Klappentext
Die Autorin ruft uns durch Interviews und psychologische Kommentare ins Gedächtnis zurück, welche bis heute wirkenden psychischen und familiendynamischen Spätfolgen durch Krieg, Flucht und Vertreibung für die Kinder der aus dem Osten Vertriebenen entstanden sind. Es geht um die Schmerzen des Heimat- und Identitätsverlustes, um die Bürde der Vaterlosigkeit, um die Folgen von Hunger in der frühen Kindheit und schweren Entbehrungen sowie um Diskriminierungen als "Flüchtlinge".
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.10.2000
Die Absicht des Buches, das Schicksal nicht-jüdischer deutscher Kriegsopfer und Vertriebener darzustellen, findet Wolfgang Schuller "interessant und gut". Die Ausführung des Vorhabens aber in dem Buch von Astrid von Friesen erscheint ihm dann doch problematisch. Weder eine essayistische noch eine wissenschaftliche Arbeit will der Rezensent hier erkennen. Einerseits habe das Buch zu viele "wissenschaftliche Einsprengsel", andererseits aber seien diese "ziemlich unsystematisch". Alles in allem hätte er sich eine präzisere Fragestellung und eine überzeugendere Verwirklichung der Absichten der Autorin gewünscht.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.07.2000
Die Autorin hat lange gebraucht, schreibt Tilmann Moser, sich dem Schicksal ihrer "Standes" zuzuwenden, des Adels nämlich, der aus den deutschen Ostgebieten 1945 vertrieben wurde. Bewandert in der "Mehrgenerationen-Therapie" wandte sie sich den Spätfolgen dieser Entwurzelung zu, denn "das Tabu des Schweigens lag auch über ihrer Familie." Nicht verarbeitete Störungen werden, wie man inzwischen weiß, durchaus von Generation zu Generation weitergereicht. Und im Falle des deutschen Adeligen des Ostens ging es, so Moser, nicht nur um verlorene Güter, sondern um einen oft gravierenden Identitätsverlust. Gesteigert wurde die Unmöglichkeit des Sprechens über die erlittenen Verluste häufig noch durch die Tatsache, dass ein Teil der Familie hohe NS-Funktionen eingenommen hatte, während ein anderer im Widerstand aktiv war. Moser lobt besonders die "Lesbarkeit" des Buches und findet, dass "Konzepte der Tiefenpsychologie (...) allgemein-verständlich in Anspruch" genommen werden. Merkwürdig bleibt, dass der Rezensent nur vom Adel schreibt, denn der Untertitel des Buches nennt allgemeiner den Gegenstand der Untersuchung als "deutsche Vertriebene", - und die wenigstens von ihnen besaßen Rittergüter...
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Lukas Hartmann: Räuberleben
Geächtet, verteufelt, gejagt das ist das Schicksal des Räuberhauptmanns Hannikel und seiner Familie. Ein historischer ...
Theodor W. Adorno: Philosophie und Soziologie (1960)
Herausgegeben von Dirk Braunstein. Die Vorlesung über "Philosophie und Soziologie" aus dem Sommersemester ...
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Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







