Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Arnold Steinhardt

Mein Leben zu viert

Von der Kunst, aufeinander zu hören - das Guarneri Quartett

Cover: Mein Leben zu viert

Albrecht Knaus Verlag, München 2000
ISBN-10 3813501639
ISBN-13 9783813501636
gebunden, 383 Seiten, 19,43 EUR

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Klappentext

Sie sind hoch empfindliche Künstler von unterschiedlichem Temperament, Individuen mit eigenen Vorstellungen und Geschichten - und doch arbeiten sie seit 35 Jahren erfolgreich zusammen. Sie proben miteinander, sie streiten und versöhnen sich und geben über 100 Konzerte im Jahr, in denen sie vollendete Harmonie beweisen - Arnold Steinhardt, Gründer des legendären Guameri - Streichquartetts, erzählt mitreißend und erstaunlich uneitel, wie vier Menschen gegen alle Wahrscheinlichkeit und Prognosen dauerhaft zusammenwirken können, ohne ihr Ego zu verleugnen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2000

Auf Partys immer als "siamesischer Vierling" behandelt zu werden, hat Steinhardt, einer von Vieren des 1964 gegründeten Guarneri Quartetts, schon auch genervt, schreibt Julia Spinola. Und tatsächlich empfindet die Rezensentin seine vielen enthusiastischen Beschreibungen der Arbeitsweise eines kammermusikalischen Quartetts immer auch ein wenig als "Rechtfertigung" der Aufgabe einer vielversprechenden Solokarriere. Dennoch folgt sie den Erzählungen und Beschreibungen der "elf luziden und packenden Kapitel" seiner Biografie, die u. a. auch vom allmählichen Aufschwung der Kammermusik handelt, mit Spannung und Bewunderung. Das Ensemble, in dem vier hoch individuelle Künstler immer wieder zu einem "einheitlichen Aufführungsstil" finden müssen, hat sich nicht umsonst zur "komplimentfreien Zone" erklärt: nur so konnte jeder zu einer entweder geschärften oder schließlich aufgegebenen Position finden und damit Teil eines stimmigen Ganzen werden. Das darin ausgebildete "Gespür für die Prägnanz charakteristischer Situationen" findet sich, lobt die Rezensentin, auch in diesem Buch wieder, und manchmal könne man gar meinen, "in einem Buch von Philip Roth gelandet zu sein".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren