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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Melanie Walz. Ein junger Mann, ziel- und heimatlos, nimmt einen Job an, der ihn in die Weite von Texas und Oklahoma führt, und lernt in dieser gottverlassenen Gegend nicht nur die skurrilsten Menschen und ihre Schicksale kennen, sondern auch die wechselhafte Geschichte der Prärie, des amerikanischen Herzlands. Ein Roman über das heutige Amerika, voller Leben und Poesie, rauher Schönheit und herrlichem Humor.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.10.2003
Ulrich Baron hat diesen Roman, der im sogenannten "Panhandle" im texanischen Hinterland spielt und wo die Hauptfigur Bob Dollar Land für einen Schweinemastbetrieb ausfindig machen soll, gern gelesen. Die Rahmenhandlung bezeichnet er zwar als "Pferdefuß", denn so ganz überzeugend findet er die Tätigkeit von Dollar nicht und er meint, dass der Protagonist mit seinem derart ausgeprägten Interesse für Historisches von der amerikanischen Autorin lieber gleich als "Lokalhistoriker" hätte konzipieren werden sollen. Diesen kritischen Einwurf aus dem Weg geschafft, lobt der Rezensent das Buch aber als "unterhaltsames Beispiel" für Literatur aus dem "ländlichen Amerika" und er hat sich nicht zuletzt über die Schilderung dessen äußerst skurriler Bewohner amüsiert. Dabei komme Proulx aber immer wieder aufs "Wesentliche" zurück, nämlich auf die Zerstörungen durch das Neue, in diesem Falle die Zerstörung der traditionellen Viehwirtschaft durch moderne Schweinemastbetriebe, betont der Rezensent gefesselt. Über das Happy End am Ende wundert sich Baron zwar ein bisschen und er tadelt Proulx deswegen als "harmoniesüchtig", doch den Roman hat er trotzdem mit Vergnügen gelesen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2003
Rezensent Tilman Spreckelsen ist ausgesprochen zufrieden mit dem neuen Proulx-Roman, der eine "beträchtliche Faszination" auf ihn ausgeübt hat. Diese Kraft verdankt der Roman, wie wir lesen, der Tatsache, dass sein Protagonist von einem Schweinemastkonzern einen Konspirationsauftrag zum Erwerb von Land bekommen hat, jedoch zur Konspiration vollkommen unfähig ist. Gleichzeitig las der Rezensent den Roman als Geschichte der Besiedelung der amerikanischen Landschaft und findet den Plot geschickt in den Dienst der Landschaftsschilderung gestellt. Dennoch sei der Roman ganz und gar antiromantisch, da er die Menschen der Zerstörung der Natur durch die Natur (in Form von Gewittern und Stürmen) die Landschaftskultivierung entgegen setzen sieht. Mit Akribie und Raffinesse habe Annie Proulx außerdem das Prärieland zwischen Oklahoma und Texas beschrieben, "nur um mit jedem neuen Kapitel die Fremdheit des Gebiets zu betonen", "die Würde die aus der Unzulänglichkeit erwächst".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.04.2003
Alexandra Kedves ist von diesem Roman, der im "Panhandle" spielt, jener völlig flachen Gegend Amerikas zwischen Texas und Oklahoma, sehr angetan. Sie beschreibt das Buch als "Regionalpoesie" und ist begeistert, dass die amerikanische Autorin aus diesem "todlangweiligen" Landstrich einen Reiseroman "auf literarisch höchstem Niveau" zustande gebracht hat. Zwar räumt die Rezensentin ein, dass die Hauptfigur, ein Reporter, der für einen Schweinemastbetrieb den örtlichen Farmern Land abschwatzen soll, wie auch die anderen Figuren insgesamt etwas konturlos bleiben. Doch dafür, so Kedves, überzeugt dieser Roman durch die "Spannkraft" seiner "Dialoge", durch die lebendigen Beschreibungen und durch die "Subtilität seiner Skurrilitäten". Sie preist das Buch als "Stilwunder", und ist beglückt, dass dies auch in der deutschen Übersetzung von Melanie Walz seine Entsprechung findet.
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