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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Annie Leibowitz

Women

Mit einem Essay von Susan Sontag

Cover: Women

Schirmer und Mosel Verlag, München 1999
ISBN-10 3888145414
ISBN-13 9783888145414
gebunden, 240 Seiten, 75,67 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Jörg Trobitius und Marion Kagerer. 150 Abbildungen in Farbe und Duotone. Die Photographin Annie Leibovitz, geboren 1949, und die Schriftstellerin Susan Sontag, Jahrgang 1933, jede in ihrem Fach prominent und eine international renommierte Repräsentantin der amerikanischen Kulturszene, haben gemeinsam ein Projekt realisiert, dessen Thema ebensoviel Glamour wie Sprengstoff enthält: Frauen. Genauer, Amerikanerinnen der Gegenwart, Frauen jeden Alters, jeder Hautfarbe und Profession, berühmt und unbekannt - kein repräsentativer Querschnitt, sondern eine Sammlung weiblicher Individuen, die, so das gemeinsame Arbeitsmotto, "zeigen sollen, wie wir aussehen und was wir tun". Die Portraits, die Annie Leibovitz eigens für dieses Buch aufgenommen hat, umfassen ein breites Spektrum: Filmstars, eine Astronautin, Richterinnen am Obersten Gerichtshof, Bäuerinnen, Bergarbeiterinnen, Damen der Gesellschaft, die First Lady der Vereinigten Staaten, Prostituierte, Künstlerinnen, Managerinnen, eine Generalin ... "Jedes dieser Bilder muss für sich selbst stehen", schreibt Susan Sontag in ihrem Essay. "Doch die Gesamtheit sagt: So sind Frauen also heute - so verschieden, vielfältig, heldenhaft, hilflos, konventionell, unkonventionell."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2000

Im Stil ihrer Prosa verfasst ist diese Besprechung von Marlene Streeruwitz: apodiktisch, bisweilen autistische Ein- und Zweiwortsätze, die sich sofort in einen streitbaren Dialog mit ihrem Gegenstand begeben. Zuerst ist das Vorwort von Susan Sonntag dran, deren Thesen Streeruwitz bockig widerspricht. Dann die Fotos selbst, bei deren Auswahl "die weiße Amerikanerin" überwiege und Schauspielerinnen. Auch die Anordnungskriterien der Bilder missfallen der Kritikerin sehr. Sie macht Gegenvorschläge, die auch nicht überzeugender sind. Frauen abzubilden folge im Übrigen der Logik des "männlichen Blickes", und Frauen sollten sich ihrer "Vergegenständlichung" durch das Bild grundsätzlich entziehen, indem sie sozusagen weltweit beschließen, sich die nächsten 15 Jahre überhaupt nicht mehr fotografieren zu lassen. Leibowitz` Porträt der Schauspielerin und Dramatikerin Anna Deavere Smith, das die Zeitungsseite dominiert, ist voller Schönheit und Kraft, und wird sich darin von Streeruwitz Argumenten auch nicht stören lassen.

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