Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Anne-Charlott Trepp

Von der Glückseligkeit alles zu wissen

Die Erforschung der Natur als religiöse Praxis in der frühen Neuzeit

Cover: Von der Glückseligkeit alles zu wissen

Campus Verlag, Frankfurt am Main - New York 2009
ISBN-10 3593390515
ISBN-13 9783593390512
Gebunden, 544 Seiten, 49,00 EUR

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Klappentext

Der Prozess um Galileo Galilei symbolisiert bis heute die Befreiung der Wissenschaft von Religion und Kirche. Entgegen dieser Polarisierung geht Anne- Charlott Trepp dem durchaus konstruktiven Verhältnis von Religion und Wissenschaft in der Frühen Neuzeit nach. Im Mittelpunkt stehen die 1607 und 1692 geborenen Theologen Johann Rist und Friedrich Christian Lesser und die 1647 geborene Maria Sybilla Merian, ihre umfassenden Beziehungsnetze wie ihre subjektiven Wahrnehmungen und Deutungen von Natur. Deutlich wird: Vor allem im Rahmen alternativer Frömmigkeitsformen des Luthertums, wie dem Pietismus, entwickelte sich Natur zu einem wesentlichen Medium individueller wie kollektiver Sinngebungen und Heilsbestrebungen.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Anne-Charlott Trepp: Von der Glückseligkeit, alles zu wissen - Leseprobe beim Campus Verlag

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.02.2010

Daniel Jütte hat sich mit Interesse der Habilitationsschrift von Anne-Charlott Trepp angenommen, in der die Bochumer Historikerin anhand von drei ausgewählten Biografien die Naturerforschung als "religiöse Praxis" zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert behandelt. Dass sich die Autorin in ihrer Studie auf protestantische Naturforscher konzentriert, findet Jütte deshalb lobenswert, weil diese konfessionelle Gruppe bislang nicht erschöpfend untersucht wurde, wie er meint. Er lobt die Arbeit für ihre Materialfülle, auch wenn er einräumt, dass sie mitunter etwas dröge daher kommt, und betont, dass die Autorin den religiösen Erkenntniswunsch ihrer Protagonisten bei der Erforschung der Natur erhellend herausarbeitet. Gänzlich zufrieden ist der Rezensent jedoch nicht, denn er findet, dass nicht alle Fragen zum Thema beantwortet werden und insbesondere von der genaueren Untersuchung der Alchemie in diesem Zusammenhang hätte er sich einiges versprochen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren