Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Andrej Bitow

Georgisches Album

Auf der Suche nach der Heimat

Cover: Georgisches Album

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN-10 351841478X
ISBN-13 9783518414781
Gebunden, 224 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen von Rosemarie Tietze. Das "Georgische Album", das erstmals vollständig auf deutsch erscheint, versammelt Reisebilder und autobiografisch gefärbte Erzählungen, die zu Bitows stärksten Prosastücken gehören - Erinnerungsblätter, die nicht nur den Landschaften des "russischen Italien", sondern auch den geliebten Orten und Menschen seiner Heimatstadt Petersburg gewidmet sind.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.11.2005

Thomas Grob fragt sich in seiner Besprechung zweier Bücher von Andrei Bitow, ob das Werk dieses "postmodernen Melacholikers" nicht vor allem "Ausdruck sowjetischer Befindlichkeit" ist, das mittlerweile seine "Sprengkraft" verloren hat, aber nichtsdestotrotz zum "Allerbesten" dieser vergangenen Ära zählt. Das "Georgische Album" ist mit seinen Reiseerinnerungen, Gedanken über die sowjetische Gegenwart und Vergangenheit und "Begegnungen" ein durchaus "heterogenes" Buch, durch das sich vor allem das "Thema der Abwesenheit, des Andersseins" zieht und dem man die "Distanz" des georgischen Autors zu "sich selbst" deutlich anmerkt, meint der Rezensent. Dabei fällt ihm auf, dass das darin beschworene Georgien nur zum Teil ein "realer" Ort ist, der immer wieder zum "beinahe mythischen Ort" wird.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.10.2003

Nicht "Reiseliteratur im klassischen Sinne" hat man vor sich, schreibt Jürgen Berger; vielmehr hat Andrej Bitow über Menschen und Orte seiner Erinnerung geschrieben. Georgien ist in der russischen Imagination, so der Rezensent, dem Süditalien der deutschen Phantasie vergleichbar: "Es ist warm, man isst gut und hinter jeder Straßenecke lauert die Mafia", - und dass Stalin Georgier war, macht die Sache nicht leichter. Aber Bitow ist hier laut Untertitel "auf der Suche nach Heimat", und die betreibt er als Evokation von Reisebildern, in denen Menschen und Natur die Hauptrolle zukommt. Dabei gerät, was er schreibt ("Armut gefällt mir"), nicht selten "in gefährliche Nähe einer romantisierenden Natur- und Menschenverklärung", findet Berger, und lässt sich dann nur durch die "stilistische Virtuosität" trösten, mit der Bitow die Spannung seiner Erzählungen hält.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren