Bücherschau der Woche
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Klappentext
Vor knapp 100 Jahren gelang den Brüdern Wright endlich der Durchbruch. Ein langgehegter Traum wurde Wirklichkeit. Die Geschichte der Fliegerei, eins der ältesten Abenteuer der Menschheit, feierte ihren vorläufig größten Erfolg: "Flyer I", das erste motorbetriebene Flugzeug der Welt, hielt sich fast eine Minute lang in der Luft, kurz darauf folgten erste Kurven- und Streckenflüge mit Flyer II und III. Der Autor erzählt die aufreibende Geschichte der Wrights und ihrer Erfindung, zeigt Vorläufer auf (Otto Lilienthal), schildert dramatische Wettkämpfe und reflektiert schließlich kritisch die Folgen im wirtschaftlichen und militärischen Bereich.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.03.2003
Nico Bleutge scheint eine Schwäche für die Brüder Wright zu haben - jedenfalls liegt ihm sehr an der Poesie und Kuriosität der ersten Flugversuche, und er zitiert mit Zärtlichkeit einige Verse des Schweizer Lyrikers Raphael Urweider über die Gebrüder Wright: "der jünger der Gebrüder wright gleitet staunend / über die partitur der fluren wiesen und wälder..." Eine poetische Ader konnte Bleutge in Venzkes Biografie der Gebrüder beim besten Willen nicht freilegen. Zwar hat er sie mit Interesse gelesen, zitiert einige Kapitel über die Vorgeschichte der ersten Flugzeuge und findet eine "Menge überraschender Details", aber stilistisch und historisch lässt das Buch für ihn zu wünschen übrig: Ihm gefällt nicht, dass der Puritanismus der Gebrüder bei Venzke als erklärerisches Passepartout für ihre Erfindung herhält, und er findet es "ebenso einseitig wie albern", dass Venzke die Geschichte des Flugzeugs allein in Krieg und Vernichtung münden lassen wolle - das Faktengerüst der Biografie aber, so entnimmt man Bleutges Besprechung, scheint solide, und insgesamt rät er von dem Buch nicht ab.
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